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Semuc Champey

30 °C
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Reiseplanung

ob ich will oder nicht, so langsam muss ich mir gedanken ueber die rueckreise machen; am 21. februar gilt es, in san jose zu sein.
zurueck nach antigua, dort gibt es haufenweise reisebueros - und eines findet mir tatsaechlich einen erschwinglichen rueckflug von guatemala-city nach san jose; das spart mir drei tage fahren in ueberfuellten stickigen bussen und uebernachtungen in den wohl attraktivsten staedten zentralamerikas (san salvador, managua). und erlaubt noch einen extraausflug in guatemala, den ich mir sehnlichst ertraeumt hatte:

Lanquin und Semuc Champey!

nach coban in den kaffebergen der alta verapaz sind es 5 muehselige busstunden durch trockenbraune tierra caliente, dann serpentinen steigend und steigend bis ins gruene hochland. von dort geht es weiter mit einem vollgestopften minibus ueber den naechsten gebirgsgrat und dann steil bergab. die 36 km dehnen sich so auf weitere zwei stunden fahrt durch durch atemberaubende landschaft, von gruenen farnfeldern und kaffeplantagen zu tropischen bananenwaeldern, bluehender jaccaranda und avocadobaeumen.

lanquin.jpg

diese abgelegenheit schreckt viele guatemalareisende - zu unrecht: lanquin, das einzige doerfchen nahe semuc champey, ist friedlich und huebsch, es gibt ein hostel, el retiro , in dem backpackertraeume wahr werden, der rio lanquin plaetschert eisigkalt und lustig vor der haustuer und jeden abend wird am grossen familientisch gegessen - huuui! tagsueber vertreibt man sich die tropische hitze, indem man den fluss in grossen autoreifen heruntertreibt oder im schatten backgammon spielt, nachts friert man in wolldecken gewickelt in seiner haengematte. ein bisschen zuviel des rucksackfriedens vielleicht; aber vor allem bin ich ja hier, um semuc champey zu sehen:

semuc1.jpg

ein schwer zu beschreibendes naturwunder. der rio cahabon unterspuelt hier mit voller wucht eine sandsteinbruecke von etwa 300 metern breite, die ihrerseits - aus den steilen umliegenden bergen von quellen in verscheidensten temperaturen gespeist - ganz aus becken in schattierungen von gold uber tuerkis bis tiefgruen besteht. uuuiii, laesst sich hier plaetschern!
am unteren ende stuerzt der eiskalte fluss wieder aus dem felsen hervor und vermischt sich mit dem warmen wasser der ueberfliessenden becken. kann man sich nicht so vorstellen? naja, ich schicke noch ein paar fotos nach..

semuc2.jpg

die gegend ist ausserdem reich an unterirdischen hoehlen, voller tropfsteine und fledermaeusen. teilweise sind sie gut erforscht und begehbar, es gibt aber auch die etwas weniger erkundeten. in eine solche nimmt uns ein geologe, der fuer das hostel arbeitet, mit: zwei stunden irren wir - eine gruppe von fuenf leuten - barfuss, nur mit kerzen und seiner stirnlampe ausgeruestet durch enge gaenge, riesige tropfsteinsaele, schwimmen durch finstere wasserhallen und erklettern wasserfaelle. manchmal rutscht man durch wassergefuellte, ausgewaschene felsgaenge von weniger als 60 cm breite, dann wieder weitet sich das labyrinth und nur der wiederhall laesst die groesse des raumes erahnen, den die kerze nicht ausleuchtet. millionenjahrealte gesteinsvorhaenge schuerfen an schultern und fuessen, es ist kalt und finster und absolut berauschend schoen.
draussen schwuel, sonnig und gruengruengruen.

semuc3.jpg

Posted by canica 18:05 Archived in Guatemala

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