Canica en las Américas von Panamá nach Guatemala tag:travellerspoint.com,2006-12-16:/blog/?domain=canica 2007-02-24T20:10:49Z canica img/travel-blog-feed.png Letzte Tage in Costa Rica tag:travellerspoint.com,2007-02-18:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=26&entryid=45551 2007-02-24T20:10:49Z 2007-02-19T02:09:22Z San Jose diesmal schaffe ich es ohne haengenzubleiben: ganz geschwind sause ich vom flughafen direkt zum busbahnhof und von dort ohne weitere unterbrechung in die karibik! (der flug war wild. CUBANA fliegt jeden donnerstag und sonntag als shuttle zwischen la habana, guatemala und san jose; leute steigen aus und zu, es gibt keine festen sitzplaetze, jede stewardess traegt andere klamotten, einziges getraenk an bord ist cuba libre (allerdings mit kubanischer cola) und das rumpelige landemaneuver laesst selbst hartgesottenen flieg ... San Jose

diesmal schaffe ich es ohne haengenzubleiben: ganz geschwind sause ich vom flughafen direkt zum busbahnhof und von dort ohne weitere unterbrechung in die karibik!

(der flug war wild. CUBANA fliegt jeden donnerstag und sonntag als shuttle zwischen la habana, guatemala und san jose; leute steigen aus und zu, es gibt keine festen sitzplaetze, jede stewardess traegt andere klamotten, einziges getraenk an bord ist cuba libre (allerdings mit kubanischer cola) und das rumpelige landemaneuver laesst selbst hartgesottenen fliegern das blut in den adern erstarren; fast denke ich, mein letztes stuendlein hat geschlagen.)

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Cahuita - Tag am Meer

obwohl wehmut vorherrscht, geniesse ich meine letzten zwei tage. jede regenfreie minute sitze ich am strand oder stromere durch den angrenzenden regenwald; goldener sand und kokosplamen, affen, blinzelnde faultiere, und leuchtendblaue reiher, nocheinmal darf ich die ganze bandbreite geniessen, durchatmen und im wasser herumspringen. abends frisches meeresessen und eine buddel voll rum!

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kann man es glauben: ich habe mich doch tatsaechlich auf dem rueckweg durchs guatemaltekische hochland erkaeltet. frei nach jane austen (some seabathing would set me up forever!) lasse ich also die herrliche meeresluft durch meine lungen brausen und ein paar abschiedstraenlein in den sand tropfen.

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Noch einmal San Jose

und nun sitze ich ein letztes mal in san jose im tranquilo, wo man mich inzwischen schon von weitem begruesst, und denke an all die leute, denen ich hier begegnet bin. in weniger als 48 stunden bin ich wieder in zuerich - und ich freue mich bereits ungemein darauf.

es dauert wohl noch eine ganze weile, bis ich die letzten drei monate verarbeitet habe; aber ich fuehle mich schon jetzt unverschaemt reich.

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Semuc Champey tag:travellerspoint.com,2007-02-18:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=25&entryid=45548 2007-02-24T20:07:23Z 2007-02-19T02:08:08Z Reiseplanung ob ich will oder nicht, so langsam muss ich mir gedanken ueber die rueckreise machen; am 21. februar gilt es, in san jose zu sein. zurueck nach antigua, dort gibt es haufenweise reisebueros - und eines findet mir tatsaechlich einen erschwinglichen rueckflug von guatemala-city nach san jose; das spart mir drei tage fahren in ueberfuellten stickigen bussen und uebernachtungen in den wohl attraktivsten staedten zentralamerikas (san salvador, managua). und erlaubt noch einen extraausflug in guatemala, den ich mir sehnlichst ertraeumt ... Reiseplanung

ob ich will oder nicht, so langsam muss ich mir gedanken ueber die rueckreise machen; am 21. februar gilt es, in san jose zu sein.
zurueck nach antigua, dort gibt es haufenweise reisebueros - und eines findet mir tatsaechlich einen erschwinglichen rueckflug von guatemala-city nach san jose; das spart mir drei tage fahren in ueberfuellten stickigen bussen und uebernachtungen in den wohl attraktivsten staedten zentralamerikas (san salvador, managua). und erlaubt noch einen extraausflug in guatemala, den ich mir sehnlichst ertraeumt hatte:

Lanquin und Semuc Champey!

nach coban in den kaffebergen der alta verapaz sind es 5 muehselige busstunden durch trockenbraune tierra caliente, dann serpentinen steigend und steigend bis ins gruene hochland. von dort geht es weiter mit einem vollgestopften minibus ueber den naechsten gebirgsgrat und dann steil bergab. die 36 km dehnen sich so auf weitere zwei stunden fahrt durch durch atemberaubende landschaft, von gruenen farnfeldern und kaffeplantagen zu tropischen bananenwaeldern, bluehender jaccaranda und avocadobaeumen.

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diese abgelegenheit schreckt viele guatemalareisende - zu unrecht: lanquin, das einzige doerfchen nahe semuc champey, ist friedlich und huebsch, es gibt ein hostel, el retiro , in dem backpackertraeume wahr werden, der rio lanquin plaetschert eisigkalt und lustig vor der haustuer und jeden abend wird am grossen familientisch gegessen - huuui! tagsueber vertreibt man sich die tropische hitze, indem man den fluss in grossen autoreifen heruntertreibt oder im schatten backgammon spielt, nachts friert man in wolldecken gewickelt in seiner haengematte. ein bisschen zuviel des rucksackfriedens vielleicht; aber vor allem bin ich ja hier, um semuc champey zu sehen:

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ein schwer zu beschreibendes naturwunder. der rio cahabon unterspuelt hier mit voller wucht eine sandsteinbruecke von etwa 300 metern breite, die ihrerseits - aus den steilen umliegenden bergen von quellen in verscheidensten temperaturen gespeist - ganz aus becken in schattierungen von gold uber tuerkis bis tiefgruen besteht. uuuiii, laesst sich hier plaetschern!
am unteren ende stuerzt der eiskalte fluss wieder aus dem felsen hervor und vermischt sich mit dem warmen wasser der ueberfliessenden becken. kann man sich nicht so vorstellen? naja, ich schicke noch ein paar fotos nach..

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die gegend ist ausserdem reich an unterirdischen hoehlen, voller tropfsteine und fledermaeusen. teilweise sind sie gut erforscht und begehbar, es gibt aber auch die etwas weniger erkundeten. in eine solche nimmt uns ein geologe, der fuer das hostel arbeitet, mit: zwei stunden irren wir - eine gruppe von fuenf leuten - barfuss, nur mit kerzen und seiner stirnlampe ausgeruestet durch enge gaenge, riesige tropfsteinsaele, schwimmen durch finstere wasserhallen und erklettern wasserfaelle. manchmal rutscht man durch wassergefuellte, ausgewaschene felsgaenge von weniger als 60 cm breite, dann wieder weitet sich das labyrinth und nur der wiederhall laesst die groesse des raumes erahnen, den die kerze nicht ausleuchtet. millionenjahrealte gesteinsvorhaenge schuerfen an schultern und fuessen, es ist kalt und finster und absolut berauschend schoen.
draussen schwuel, sonnig und gruengruengruen.

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Chichicastenango tag:travellerspoint.com,2007-02-16:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=24&entryid=45170 2007-02-24T20:01:52Z 2007-02-17T01:25:54Z nicht umsonst wird der donnerstagsmarkt in chichicastenango als groesster und farbenfrohester markt zentralamerikas gefeiert. trotz angst vor bunten wandbehaengen und und dem hundertsten saeckchen sorgenpueppchen muss ich auf dem weg von santa cruz in die alta verapaz dort vorbeischauen. hier keine fotos - aber ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt. ... nicht umsonst wird der donnerstagsmarkt in chichicastenango als groesster und farbenfrohester markt zentralamerikas gefeiert. trotz angst vor bunten wandbehaengen und und dem hundertsten saeckchen sorgenpueppchen muss ich auf dem weg von santa cruz in die alta verapaz dort vorbeischauen.
hier keine fotos - aber ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt.

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Biokekse und rauchende Goetter am Lago de Atitlán tag:travellerspoint.com,2007-02-10:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=23&entryid=43829 2007-02-17T01:18:16Z 2007-02-10T19:10:32Z Panajachel voller elan werfe ich mich mal wieder in uebervolle chickenbusse, steige um und um, wiege kleinkinder an meiner schulter, draengele um sitzplaetze, bange um meinen rucksack auf dem dach, bekaempfe aug in auge mit plastiktuetenschweinen aufkommende bergstrassenuebelkeit zwischen nachmittagshitze und hochlandkaelte und erreiche schliesslich den sagenumwobenen lago de atitlan. da die letzen boetchen zu den rund um den see vertreuten mayadoerfern bereits abgefa ... Panajachel

voller elan werfe ich mich mal wieder in uebervolle chickenbusse, steige um und um, wiege kleinkinder an meiner schulter, draengele um sitzplaetze, bange um meinen rucksack auf dem dach, bekaempfe aug in auge mit plastiktuetenschweinen aufkommende bergstrassenuebelkeit zwischen nachmittagshitze und hochlandkaelte und erreiche schliesslich den sagenumwobenen lago de atitlan.

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da die letzen boetchen zu den rund um den see vertreuten mayadoerfern bereits abgefahren sind, bleibe ich eine nacht in panajachel, der legendaeren ehemaligen hippie-enklave, die sich seit den 70er jahren rundum kommerzialisiert hat und nun mehr von ihrem sandelholzig aufpolierten und eher zahmem drogenimage lebt, denn von ihrer eigentlichen schoenheit.
buddhacafe reiht sich hier an shalombar und die leicht bedroehnten besitzer tragen zum langen haar zwar keine schuhe aber guccibrillen.

der still zwischen vulkane gebettete see ist atemberaubend schoen, ernst und lieblich. ein bisschen erinnert er mich an suedschweizer seen - oder norditalien?

Santa Cruz

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gleich am naechsten tag nehme ich ein kleines boetchen - hier das gaengige und sehr preisguenstige transportmitel - landwegverbindungen existieren quasi nicht - und erreiche santa cruz im gleissenden morgenlicht. genau in nordausrichtung gelegen, doest das dorf vom ersten bis zum letzten sonnenstrahl auf einer felserhebung ueber dem ufer vor sich hin. ein ausgesprochen huebsches und gerade richtig grosses hostel hat sich hier angesiedelt, ansonsten gibt es nur das dorf mit seinen winzigen holz- und blechhuettlein und dem dorfplatz, auf dem immer mindestens 50 kinder gleichzeitig mindestens fuenf verschiedene ballspiele parallel ausfechten (die aelteren maedchen in ihren schweren bunten roecken und traditionellen haartrachten spielen sinnigerweise basket- statt fussball).

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hier kann man also nach leibeskraeften den tag in der sonne verblinzeln, den gut sortierten buchaustausch des hostels auskosten, in die nachbardoerfer kraxeln, im see schwimmen oder nichts tun. durch meine kleine schlaflaube weht eine lichte seebrise und die morgenroete weckt mich nur kurz auf, um mich wiederum bis zu den ersten sonnenstrahlen schlafen zu lassen.

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Besuch beim Maximón

der maximon (sprich maschimón), eine hier in lustigster maya-christentum-mischung verehrte gottheit ist nirgendwo gegenwaertiger als in santiago de atitlan am gegenuebergelegenen seeufer. dort ist ausserdem markttag, also hinueber.
ein bisschen herumfragen, einige umwege spaeter und da ist der maximon:

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er wohnt in einer kleinen, schattigen stube im hause seines temporaeren hueters (links daneben) und laesst sich zwischen sonnenauf- und untergang fuer zwei quetzales geduldig anbeten.

sein hueter spricht nur maya aber ist umgeben von zahlreichen freunden, die ihm helfen, dem gott die zeit zu vertreiben. einige sprechen spanisch und freuen sich ueber meine neugierigen fragen. ja, der maximon raucht gerne, ob ich ihm eine zigarette anzuenden moechte? und siehe, der holzmund schmaucht sich eine viceroy rojo. er trinkt auch, am liebsten hochprozentiges aguardiente allerdings doch nicht um diese uhrzeit! jedes jahr wechselt der maximon sein haus und findet einen neuen hueter. zurecht - denn seine pflege ist zeit- und enrgieaufwaendig: jeden abend wird er entkleidet und in sein bett auf dem ganz mit blumen und glitzerlaempchen behaengten dachboden gelegt, jeden morgen wird er wieder in schale geworfen und seinen huldigern praesentiert; ausserdem raucht er ziemlich viel und darf nicht alleine gelassen werden.

und wer ist die baertige schaufensterpuppe, die in der glaskiste in der ecke liegt, eingewickelt in dicke decken und leuchtketten? ach das, das ist maximons vater: jesus!

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Antigua Guatemala tag:travellerspoint.com,2007-02-08:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=22&entryid=43494 2007-02-21T04:49:04Z 2007-02-08T20:12:45Z Stadtleben nach kurzer nacht und mit leicht schmerzendem kopf geht es weiter richtung antigua. einige busse und eine sehr unkomplizierte grenze spaeter (seit guatemala zusammen mit honduras, nicaragua und el salvador die CA 4, eine kleine zentralamarikanische union bildet, wird an den grenzen nur noch kassiert, nicht mehr gestempelt. fuer einen netten augenaufschlag bekomme ich aber doch ein kleines andenken in meinen pass) erreiche ich antigua, die legendaere ehemalige landeshauptstadt. [img=http://www.travellerspoint.com/photos/7954 ... Stadtleben

nach kurzer nacht und mit leicht schmerzendem kopf geht es weiter richtung antigua. einige busse und eine sehr unkomplizierte grenze spaeter (seit guatemala zusammen mit honduras, nicaragua und el salvador die CA 4, eine kleine zentralamarikanische union bildet, wird an den grenzen nur noch kassiert, nicht mehr gestempelt. fuer einen netten augenaufschlag bekomme ich aber doch ein kleines andenken in meinen pass) erreiche ich antigua, die legendaere ehemalige landeshauptstadt.

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im 18. jh zum wiederholten male von erdbeben verhehrt, ist die stadt heute nur noch antigua guatemala, das alte guatemala; das neue ist seitdem als guatemala-city landeshauptstadt und regierungssitz. trotz unzaehliger erdbebenruinen zu deren wiederherstellung es nie gekommen ist, erzaehlt auch jetzt noch jeder strassenzug von den glorreichen tagen, in denen von hier aus nicht nur das heutige guatemala sondern auch suedmexiko und zentralamerika bis nach kolumbien regiert wurde. wunderschoene kirchen und kloster wechseln mit herrschaftlichen buergerhausern und bluehendbewachsenem gemaeuer.

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soviel schoenheit bleibt natuerlich nicht unbemerkt: antigua wimmelt nur so von touristen in allen farben und formen. backpacker, pauschalurlauber, kulturreisende, kurzbesucher, fliterwochenender ziehen eine unzahl huebscher bis aufdringlicher restaurants und cafes nach sich, die ungezaehlten sprachschulen betreiben jeweils auch mindestens ein reisebuero, wenn nicht ein hotel und gemessen an der anzahl sprachschueler, die hier total authentisch in familien unterkommen, kann es eigentlich kaum einen haushalt in antigua geben, in dem nicht mindesten ein gringo am mittagstisch sitzt.
das mindert die schoenheit der stadt nicht im geringsten, laesst mich aber richtung baldige weiterreise planen.

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Volcán Pacaya

vorher wird aber noch ein vulkan bestiegen. der bus bringt mich bis ziemlich nah unter den gipfel, von da sind es nur noch 500 hoehen- und 5 kilometer bis zur maximal erklimmbaren flanke - und dort gibt es dann echte lava zu sehen, so viel das herz begehrt! die letzten laufminuten wird es heisser und heisser, wir lassen den erst waldigen, dann grasigen weg hinter uns und klimmen durch felder geronnenen, schwarzen lavagesteins. die schuhsolen erhitzen sich, die luft flimmert und hin und wieder kann man in einer spalte unter den eigenen fuessen gluehende hoehlen sehen, ueber denen vorgaenger offensichtlich eier gekocht haben.

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der anfangs erfrischende wind bringt nun sengende luft. eine weitere biegung und vor mir waelzt sich ein gigantischer strom orange-gluehender lava den hang herunter. wir naehern uns bis an den fuss des stroms; auf etwa zehn meter entfernung ist kein weitergehen mehr, die hitze ist unertraeglich! der stete strom der von oben nachfliesst, staut sich hier in einem gluehenden, teils erstarrenden geroellhaufen, von dem sich staendig unter lautem gepolter und unter ausloesen betaeubender hitzewellen, glutbrocken loesen und talwaerts rollen.

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jemand hat marshmellows mitgebracht, die nun mit einem langen stock und ausgetrecktem arm uber den gluehenden spalten geroestet werden; die kleinen flaumbaellchen schmelzen innerhalb von fuenf sekunden, zwei sekunden spaeter gehen sie bereits in flammen auf. auch der stock entzuendet sich in der heissen luft ohne direkte beruehrung mit der glut.

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ich bin tiefbeindruckt.

der abstieg geht durch den inzwischen finsteren wald, glueklicherweise haben diverse mitwanderer taschenlampen dabei.

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San Pedro - Copàn Ruinas tag:travellerspoint.com,2007-02-08:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=21&entryid=43491 2007-02-21T05:08:15Z 2007-02-08T19:30:54Z auch san pedro sula, die inoffizielle hauptstadt honduras mag ihrem ruf als kriminelles drecksloch nicht ganz gerecht werden. ich fuehle mich einigermassen sicher, im mercado guamilito gibt es koestliches fruehstueck und staubiges steingut und die netten hostelbetreiber, ein hondurenisch-palaestinensisches paar in meinem alter kochen koestlichen arabischen kaffee mit kardamom; von den mir geschenkten frischen samen fuer die hosentasche zehre ich tagelang. auf dem weg nach guatemala lieg ... auch san pedro sula, die inoffizielle hauptstadt honduras mag ihrem ruf als kriminelles drecksloch nicht ganz gerecht werden. ich fuehle mich einigermassen sicher, im mercado guamilito gibt es koestliches fruehstueck und staubiges steingut und die netten hostelbetreiber, ein hondurenisch-palaestinensisches paar in meinem alter kochen koestlichen arabischen kaffee mit kardamom; von den mir geschenkten frischen samen fuer die hosentasche zehre ich tagelang.

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auf dem weg nach guatemala liegt kurz vor dem grenzuebergang und so ziemlich im nirgendwo eine weltberuehmte mayastaette: copan. vielbesungen ob ihrer herrlichen stelen und anderer skulpturen sind die ruinen und das dazugehoerige museum ein wahrer kulturschmaus und genau das richtige nach einer woche mit dem kopf unter wasser.

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so stolpere ich zusammen mit suzannah, einer sehr netten englaenderin aus san pedro unter papageiengeschrei ueber gesteinsbrocken, riesige wurzeln und gigantische treppenanlagen, bewundere kunstvolle steinschnitzereien im goldenen nachmittagslicht und versuche zum x-ten mal, den maya-kalender zu verstehen.

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das dazugehoerige doerfchen mit dem pragmatischen namen copan ruinas ist ausgesprochen malerisch und die gelgenheit des samstagabends verschlaegt uns - nicht gerade typisch fuer lateinamerika - auf eine wilde schwulenparty, wo in netzstrumpfhosen und mikrokleidchen auf der bar getanzt wird und man sich ausnahmsweise auch als blond-weibliches doppelpack vollkommen entspannt und nach leibeskraeften unterhalten kann.

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Utila - (Unter)Tauchen in Honduras tag:travellerspoint.com,2007-02-01:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=20&entryid=42194 2007-02-10T18:57:53Z 2007-02-02T05:16:56Z eine woche auf den bay islands in honduras vergeht wie im flug. die insel hat trotz aller kommerzialisierung als weltweit guenstigester ort, seinen tauchschein zu erwerben, den enspannten vibe eines verschlafenen karibikdorfes. die unzaehligen haengengebliebenen stellen sich grundsaetzlich vor mit ich kam fuer x tage und blieb fuer x jahre. es ist so leicht, die zeit aus den augen zu verlieren. die augen sind hier eh mit anderem beschaeftigt, vor allem unter wasser; es gibt die he ... eine woche auf den bay islands in honduras vergeht wie im flug. die insel hat trotz aller kommerzialisierung als weltweit guenstigester ort, seinen tauchschein zu erwerben, den enspannten vibe eines verschlafenen karibikdorfes. die unzaehligen haengengebliebenen stellen sich grundsaetzlich vor mit ich kam fuer x tage und blieb fuer x jahre. es ist so leicht, die zeit aus den augen zu verlieren.

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die augen sind hier eh mit anderem beschaeftigt, vor allem unter wasser; es gibt die herrlichsten korallenriffe; flache unterwasserhuegel, steile waende, liebliche landschaften in allen farben und formen, besiedelt von bunten fischlein aller formen und groessen.

und walhaie gibt es. einen tag fahren wir mit dem boot zum tauchen aus, da entdeckt der kapitaen ein paar einzelne und wir duerfen mit schnorchel und brille ins wasser. ganz vorsichtig lasse ich mich ueber bord, reisse die augen auf und da schwimmt zwei meter vor mir, direkt auf meiner hoehe dieses riesige, majestaetische tier! und verschwindet langsam, langsam im blau.

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das foto ist natuerlich nicht von mir aber ziemlich genau so sah es aus, ich schwoer.

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Tegus - Honduras tag:travellerspoint.com,2007-01-19:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=19&entryid=39866 2007-02-10T18:57:00Z 2007-01-20T02:30:57Z eine entwarnung an alle, die gerne dem lonely planet trauen: entgegen allen ankuendigungen ist honduras hauptstadt tegucigalpa eine sympathische und huebsche stadt, zwischen rauhen bergen gelegen, windig, voller laeden und laedchen, strassenstaende, schoener kirchen und ansehnlicher gebaeude. nach einer langen und umstaendlichen busreise voller umsteige und grenzaktionen gestern nacht angekommen, bin ich leider nur einen tag hier, morgen geht es weiter richtung la ceiba, dort auf die fae ... honduras.jpg

eine entwarnung an alle, die gerne dem lonely planet trauen: entgegen allen ankuendigungen ist honduras hauptstadt tegucigalpa eine sympathische und huebsche stadt, zwischen rauhen bergen gelegen, windig, voller laeden und laedchen, strassenstaende, schoener kirchen und ansehnlicher gebaeude. nach einer langen und umstaendlichen busreise voller umsteige und grenzaktionen gestern nacht angekommen, bin ich leider nur einen tag hier, morgen geht es weiter richtung la ceiba, dort auf die faehre nach utila.

ueberhaupt scheint honduras bisher nicht halb so lebensgefaehrlich und frauenfeidlich, wie weithin behauptet.

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San Cristóbal - Vulkan zum dritten tag:travellerspoint.com,2007-01-17:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=18&entryid=39595 2007-01-20T02:06:30Z 2007-01-17T20:02:05Z diesmal kommt es zum totalen vulkanerlebnis! zusammen mit drei dreckigen australieren, einer amerikanerin, einem neuseelaender und zwei weiteren deutschen erklimme ich san cristobal, den hoechsten berg nicaraguas. der von uns begangene hang ist bislang unerkundet und wir sind die erste gruppe, die den aufstieg wagt. wir klettern durch ein trockenes flussbett, spaeter durch dichtes, schlangen- und kaktusbevoelkertes grasland und schliesslich durch rauhes lavageroell. der siebenhundert ... diesmal kommt es zum totalen vulkanerlebnis! zusammen mit drei dreckigen australieren, einer amerikanerin, einem neuseelaender und zwei weiteren deutschen erklimme ich san cristobal, den hoechsten berg nicaraguas.

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der von uns begangene hang ist bislang unerkundet und wir sind die erste gruppe, die den aufstieg wagt. wir klettern durch ein trockenes flussbett, spaeter durch dichtes, schlangen- und kaktusbevoelkertes grasland und schliesslich durch rauhes lavageroell. der siebenhundert meter weite, schwefeldampfede krater ist ein ueberwaeltigender anblick, ebenso, wie der blick in die weite des sonnenueberfluteten tieflandes und die anschliessende kette der weiteren vulkane.

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der preis (naja, die ganze gruppe traegt bei): eine aufgeplatzte lippe, zwei zerissene hosen, vier sich komplett loesende zehennaegel, zahllose blaue flecken, kaktuswunden und felsschuerfungen, acht hoffnungslose muskelkater und ein ausgeschlagender schneidezahn.

zu eurer beruhigung: ich habe nur in hosen gezahlt (zu gunters freude: es war deine braune hass-hose).

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Auf grossem Fusse in León tag:travellerspoint.com,2007-01-17:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=17&entryid=39593 2007-01-20T02:07:51Z 2007-01-17T20:00:25Z kommt. ... leon1.jpg

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kommt.

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Pequeña Isla de Maíz tag:travellerspoint.com,2007-01-13:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=16&entryid=38970 2007-01-20T02:15:30Z 2007-01-13T21:29:06Z Im Paradies was macht man eine woche auf einer hoffnungslos entlegenen paradiesischen karibikinsel? es gibt keine autos, kein internet, elektrizitaet eher sporadisch, ein telefon fuer alle und im minisuper immer nur gerade das, was sonst noch niemand kaufen wollte. dafuer weht eine herrliche brise, die straende sind tuerkis und weiss und palmenbestanden, der urwald wimmelt von topfgrossen krebsen und froeschen, es wachsen sternfruechte, bananen und bittergruene orangen und - ... Im Paradies

was macht man eine woche auf einer hoffnungslos entlegenen paradiesischen karibikinsel?

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es gibt keine autos, kein internet, elektrizitaet eher sporadisch, ein telefon fuer alle und im minisuper immer nur gerade das, was sonst noch niemand kaufen wollte.
dafuer weht eine herrliche brise, die straende sind tuerkis und weiss und palmenbestanden, der urwald wimmelt von topfgrossen krebsen und froeschen, es wachsen sternfruechte, bananen und bittergruene orangen und - es gibt einen tauchladen!

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unsere kleine unterkunft, die wir mit murat, unserem voruebergehenden familienmitglied, teilen, ist ein hoelzerne strandhuette mit palmendach und haengematte.

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die ueberaus freundlichen und entspannten inselbewohner sind zum allergroessten teil englischsprechende schwarze, die vor jahrzehnten aus benachbarten kolonien heruebergekommen sind. ihr singsang ist fuer uns schlicht und einfach nicht entzifferbar, so dass wir doch meistens bei meinem spanisch bleiben.

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falls wir uns sorgen gemacht haben, eine woche am strand koenne uns ueberfordern, so werden diese enttaeuscht. irgendwie sind wir (ausser in unserer huette) auch kaum am strand. wir tauchen mit rochen, haien und bunten fischlein in den schoensten korallenriffen, hoeren nicaraguensiche countrymusik, stromern barfuss auf der ganzen insel umher, baumeln in haengematten, winken der untergehenden sonne mit kaltem rum zu und essen tostones, die hier allgegenwaertigen gebratenen bananen, mit herrlichem, taufrischen meeresessen.
wie schnell diese woche dahinsaust!

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Und Abschied

etwas baluaeugig haben wir uns um wirklich gar nichts gekuemmert, was mareiles abreise angeht - irgendwie muss sie nun ganz schnell wieder nach san jose, costa rica.. gluecklicherweise finden wir im chaotisch-stickigen managua, wohin wir schweren herzens zurueckfliegen, ein busunternehmen, das sie innert 8 stunden dorthin bringt, huuuiiii!
ein koestliches abschiedsessen ist uns noch beschieden, dann trennen sich unsere wege: mareile nach san jose-miami-amsterdam-regensburg-brig, ich nach leon.

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¡Aqui está Granada! tag:travellerspoint.com,2007-01-13:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=15&entryid=38968 2007-01-20T02:18:37Z 2007-01-13T21:27:48Z als der wilde pirat und abenteurer william walker, der im 19. jh. mit amerikanischer unterstuetzung versuchte, mittelamerika zu beherrschen, von den nicas gezwungen wurde, seine selbstgewaehlte residenz granada zu raeumen, hinterliess der rachsuechtige kaum mehr als schwelenden schutt und asche, darin ein beruehmt gewordenes schild, here was granada. wenn man die stadt heute besucht, ist diese geschichte nicht mehr zu erahnen: nach tagen in den bergen, am meer, auf inseln sind ... als der wilde pirat und abenteurer william walker, der im 19. jh. mit amerikanischer unterstuetzung versuchte, mittelamerika zu beherrschen, von den nicas gezwungen wurde, seine selbstgewaehlte residenz granada zu raeumen, hinterliess der rachsuechtige kaum mehr als schwelenden schutt und asche, darin ein beruehmt gewordenes schild, here was granada.

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wenn man die stadt heute besucht, ist diese geschichte nicht mehr zu erahnen: nach tagen in den bergen, am meer, auf inseln sind wir wahrlich reif fuer die stadt - und granada ist eine solche. anderes als in den meisten zentralamerikanischen orten gibt es hier unmengen historischer bausubstanz; dicht bebaute strassenzuege, wunderschoene kolonialhaeuser mit gruenschattigen innenhoefen und leuchtendbunten fassaden. strassenachsen muenden in plaetze und parks und kirchen gibt's zu sehen! auf der plaza central ist musik und leben, eiskalte frische fruchtsaefte werden verkauft und fettige wuerzigkeiten, eingeschlagen in bananenblaetter. unter den steinernen arkaden gibt es kaffee, der weder nach milchpulver noch nach nescafe schmeckt.
kurz, zu gegebenem anlass haben sich vor ein paar jahren ein paar nicaraguensische kuenstler zusammengetan und eine plakette aufgestellt mit der inschrift ¡aqui está granada!

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das hostel, in dem wir unterkommen, hat fuenfmeterhohe raeume rund um einen lieblichen patio, in dem ein brunnen plaetschert und haengematten schaukeln. es gibt kalten rum und billiard, leute spielen schach und lesen - waere die stadt nicht so schoen, man koennte den ganzen tag hier verbaumeln.

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stattdessen schlendern wir durch die strassen, erkunden das marktlabyrinth (und dringen dort in untiefen vor, in denen wir beauegt werden, wie fremdartige voegel) und tanzen mal wieder salsa bis tief in die nacht. mareile mag sich noch nicht an all die ungewollte aufmerksamkeit gewoehnen, die ihr seitens der maennerwelt zuteil wird und entwickelt erstaunlich wirksame strategien um sich einmeterfuenfziggrosser tanzanwaerter zu entledigen.

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Nationalwunder in Costa Ricas Norden tag:travellerspoint.com,2007-01-13:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=14&entryid=38955 2007-02-17T03:36:21Z 2007-01-13T20:47:44Z Mareile ist da! am abend des 26. nach einer etwa vierundzwanzigstuendigen reise erstaunlich munter angekommen, laesst sie es sich natuerlich nicht nehemen, erstmal gruendlich in der naechsten bar auf unsere bevorstehende reise anzustossen - es lebe die apero-mentalitaet! als am folgenden tag mit zwei hilfsbereiten finnen noch mein pass aus malpais hereinschneit, sind wir geruestet: es kann losgehen. Best thing to do in Costa Rica oder Spot the Volcano ... Mareile ist da!

am abend des 26. nach einer etwa vierundzwanzigstuendigen reise erstaunlich munter angekommen, laesst sie es sich natuerlich nicht nehemen, erstmal gruendlich in der naechsten bar auf unsere bevorstehende reise anzustossen - es lebe die apero-mentalitaet!
als am folgenden tag mit zwei hilfsbereiten finnen noch mein pass aus malpais hereinschneit, sind wir geruestet: es kann losgehen.

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Best thing to do in Costa Rica oder Spot the Volcano

das tranquilo in san jose ist wahrscheinlich schon der angenehmste aspekt der hauptstadt, doch nach einem tag dort mit pfannekuchen, haengematten und backpacker-vibe ist uns nach mehr aktion zumute. wir machen uns auf nach la fortuna, einem kleinen dorf am fusse des volcán arenal, des aktivsten vulkans zentralamerikas (der welt? so langsam kann ich die lonely-planet-superlative nicht mehr auseinanderhalten).

zwischen weihnachten und neujahr ist es hier natuerlich uberfuellt mit amerikanern und kanadiern und die gesamttonart ist anders als erwartet: die naechtlich besuchten heissen quellen, die wir uns in den wildesten farben ausgemalt haben - laut vertrauenserweckenden quellen das tollste, was ich in ganz costa rica gesehen habe! - entpuppen sich als riesiges touristenspektakel in form eines abenteuerbades mit unerschwinglichen eintrittspreisen, kuenstlich angelegten becken mit zugegebenermassen beeindrucken heissem wasser und zahreichen wasser-bars die zu droehnenden salsa-klaengen klebrig-suesse cocktails ausschenken.

der vielbesungene vulcan, der sich schon waehrend unser vorangegangenen regenwaldtour in dichte wolken gehuellt hat ist leider auch jetzt unsichtbar und bleibt es bis zu unserer abreise. einzig das donnern und droehnen in der ferne, laesst uns erahnen, wie eindrucksvoll die leuchtenden lavastroeme in der dunklen nacht wohl gewesen waeren.

Lara Croft am Tarzanseil

unerschrocken trotz so viel kommerzieller bauernfaengerei stuerzen wir uns am naechsten tag im benachbarten monteverde in das naechste abenteuer: canopy! mit klettergurt an einem buegel befestigt, saust man gut hundert meter ueber dem erdboden durch die baumwipfel des regenwaldes, in den ohren den brausenden fahrtwind und das geschrei der bruellaffen, um uns weisser dampf und goldene nachmittagssonne. ein unglaubliches gefuehl!
die strecke setzt sich aus mehreren seilfahrten zusammen und ist ingesamt ca. 15 kilometer lang, von denen wir jeden einzelnen meter geniessen. zum kroenenden abschluss duerfen sich die mutigen an einem seil in die tiefe stuerzen und quer uber eine lichtung meterweit ueber die baumkronen schaukeln. ob wir mutig sind? natuerlich.

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monteverde selbst ist ebenfalls gut ausgebaut und dicht besucht aber charmanter als la fortuna. am abend stuerzen wir uns ins lokale nachtleben und tanzen unermuedlich salsa, raggaton und merengue mit den unzaehligen lokalen mountain-, canopy- und volcano-guides - die einzige moeglichkeit den sich immer wiederholenden fragen ¿hablas español? ¿de donde eres? ¿que haces aqui? zu entfliehen.

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Vulkan(ver)suche II tag:travellerspoint.com,2007-01-06:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=13&entryid=37822 2007-01-13T21:56:12Z 2007-01-06T16:37:58Z Volcan Concepción im suedwesten von nicaragua, etwa eine stunde von san juan del sur, liegt ein ungeheuer grosser suesswassersee, der lago de nicaragua. vor jahrhunderten haben zwei ausbrechende vulkane eine doppelinsel geformt, die nun gekroent durch die zwei scheinbar ruhenden kegel nahe des westlichen seeufers liegt. isla de ometepe ist verschlafen, gruen und fruchtbar und bietet natuerlich die herausforderung des gipfels. wir entscheiden uns fuer den hoeheren, volcán concepción, der sich immerhin gut 1600 meter ueber das seeni ... Volcan Concepción

im suedwesten von nicaragua, etwa eine stunde von san juan del sur, liegt ein ungeheuer grosser suesswassersee, der lago de nicaragua. vor jahrhunderten haben zwei ausbrechende vulkane eine doppelinsel geformt, die nun gekroent durch die zwei scheinbar ruhenden kegel nahe des westlichen seeufers liegt. isla de ometepe ist verschlafen, gruen und fruchtbar und bietet natuerlich die herausforderung des gipfels. wir entscheiden uns fuer den hoeheren, volcán concepción, der sich immerhin gut 1600 meter ueber das seeniveau erhebt.

schon am vorabend ist der gipfel von einem graeulichen wolkenhut verhuellt, dennoch ruesten wir uns optimistisch mit erdnussbutter, zwieback und tunfischkonserven (man wird flexibel ohne migros in der hinterhand) und versuchen morgens um 6 uhr unser glueck. die mehrstuendige und ziemlich steile wanderung fuehrt uns durch satten urwald ueber schwarzsandigen boden und schliesslich jenseits der baumgrenze in feuchtgruene wolkenwiesen. bei etwa 1000 meter ueber see muessen wir aber leider abbrechen; die sturmboeen, die ueber die schmalen felsgrate sausen, reissen nicht nur kletterer in die tiefe, sondern druecken auch die giftigen gase aus dem krater in die bergflanken.
der blick aber aus dem weissen waschkuechennebel durch die immer wieder aufreissenden wolken in die sonnenueberflutete inselebene ist uns mehr als genug entschaedigung fuer den gipfel.

Haialarm

der lago de nicaragua gilt uebrigens als einziges suessgewaesser mit haivorkommen. die geruechte, die sich darum ranken, konnten wir nicht beendend klaeren. am einleuchtendsten schien uns die theorie, nach der eine bestimmte haiart waehrend der ausformung des zentralamerikanischen landmassivs mitsamt den wassermassen des zukuenftigen sees vom meer isoliert wurde und sich mit dem veranderten wasserambiente im laufe eines evolutionsprozesses an die neuen anforderungen angepasst hat.
ein paar nicas erzaehlen mir aber mit aller glaubwuerdigkeit ihrer weitaufgesperrten augen, die weiblichen haie kaemen jedes jahr den rio san juan heraufgeschwommen, um ihre eier im see zu legen, wo die junghaie sich bereits im ei an das suesswasser anpassen und fuerderhin ihr dasein fristen.
wir haben auf ometepe riesenspinnen gefochten, mit feisten schweinen um unser abendessen gerungen, zwischen stieren und knochigen kuehen gebadet - haie sind uns nicht begegnet.

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Zum Geburtstag tag:travellerspoint.com,2007-01-06:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=11&entryid=37819 2007-01-06T16:33:58Z 2007-01-06T16:33:58Z nach verschiedenen versuchen, bei kriechender internetverbindung ein kleines filmgruesslein hochzuladen, kommt hier zumindest ein gratulationsfoto: alles, alles gute und liebe zum geburtstag, thomas! ... nach verschiedenen versuchen, bei kriechender internetverbindung ein kleines filmgruesslein hochzuladen, kommt hier zumindest ein gratulationsfoto:

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alles, alles gute und liebe zum geburtstag, thomas!

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¡...y un prospero 2007! tag:travellerspoint.com,2006-12-31:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=10&entryid=36953 2007-01-13T21:59:40Z 2006-12-31T16:01:12Z nach einer abenteuerlichen 6-busse-tagestour von monteverde ueber die wilde grenze sind wir nun in nicaragua angekommmen. san juan del sur ist ein sehr huebsches fischerstaedtchen am pazifik, das sich gerade mit vollgas in den silvestertaumel wirft. nach massiven schwierigkeiten, eine unterkunft zu finden (ganz nicaragua kommt zu silvester in ebendiesen ort) nisten wir uns schliesslich im winddurchbrausten hotel estrella ein, zimmer ohne fenster mit klapprigen holzwaenden, dafuer mit blick in den offenen dachstuhl, unzaehligen gelben schaukelst ... nach einer abenteuerlichen 6-busse-tagestour von monteverde ueber die wilde grenze sind wir nun in nicaragua angekommmen. san juan del sur ist ein sehr huebsches fischerstaedtchen am pazifik, das sich gerade mit vollgas in den silvestertaumel wirft.

nach massiven schwierigkeiten, eine unterkunft zu finden (ganz nicaragua kommt zu silvester in ebendiesen ort) nisten wir uns schliesslich im winddurchbrausten hotel estrella ein, zimmer ohne fenster mit klapprigen holzwaenden, dafuer mit blick in den offenen dachstuhl, unzaehligen gelben schaukelstuehlen im uberhohen kuehlen erdgeschoss und einem korridorbalkon, der den blick frei gibt auf die wunderbarsten pazifiksonnenuntergaenge. ist es wirklich fast januar?

ich glaube wir werden gebuehrend feiern.
euch alles, alles gute fuer das neue jahr!

annika

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¡Feliz Navidad! tag:travellerspoint.com,2006-12-26:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=9&entryid=36269 2007-01-13T21:57:30Z 2006-12-27T00:04:44Z froehliche weihnachten und festliche wintertage wuensche ich euch aus dem fernen mittelamerika!! heute frueh noch mit den fuessen in der karibik, bin ich inzwischen zurueck in san jose, costa rica, wo es zwar etwas kuehler ist, trotzdem keine rechte weihnachtsttimmung aufkommen will. glitzerdekoration und kunstschnee werden von palmen und gleissender sonne luegen gestraft und etwa ein drittel der backpacker sind ja traditionellerweise ohnehin israelis, die heute keine sentimenta ... froehliche weihnachten und festliche wintertage wuensche ich euch aus dem fernen mittelamerika!!

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heute frueh noch mit den fuessen in der karibik, bin ich inzwischen zurueck in san jose, costa rica, wo es zwar etwas kuehler ist, trotzdem keine rechte weihnachtsttimmung aufkommen will. glitzerdekoration und kunstschnee werden von palmen und gleissender sonne luegen gestraft und etwa ein drittel der backpacker sind ja traditionellerweise ohnehin israelis, die heute keine sentimentalen gefuehle entwickeln.

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ueberall auf den strassen laeuft weihnachts-salsa, hey chiquita, heute ist weihnachten, lass uns tanzen bis zum morgengrauen - zucker - beweg deine hueften, wir feiern die ganze nacht!

auf der busfahrt von bocas/changuinola hierher hoere ich auf meinem i-pod hartnaeckig das weihnachtsoratorium teil I-III - bin halt doch ein kulturspiesser.

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Bocas del Toro tag:travellerspoint.com,2006-12-26:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=8&entryid=36267 2006-12-28T21:14:41Z 2006-12-26T23:52:59Z ... bocas.JPG

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Der Berg ruft - Abkuehlen in Boquete tag:travellerspoint.com,2006-12-26:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=7&entryid=36265 2007-02-21T05:12:32Z 2006-12-26T23:51:18Z Wandertage als ich nach der wilden bootsfahrt nach portobelo, chickenbus nach panama-city, nachtbus nach david, umsteigen auf weiteren chickenbus nach boquete schliesslich morgens um 8 in den bergen ankomme, erscheint mir alles unwahrscheinlich traumartig. es ist kaum zu glauben, dass ich nur wenige kilometer gereist bin, um hierher zu kommen. boquete in den bergen von chirriqui ist eine wunderbare abwechslung von der tropischen hitze und feuchtigkeit der kueste. die luft ist klar und kuehl, die sonne so strahlend hell; lieblich ist ... Wandertage

als ich nach der wilden bootsfahrt nach portobelo, chickenbus nach panama-city, nachtbus nach david, umsteigen auf weiteren chickenbus nach boquete schliesslich morgens um 8 in den bergen ankomme, erscheint mir alles unwahrscheinlich traumartig. es ist kaum zu glauben, dass ich nur wenige kilometer gereist bin, um hierher zu kommen. boquete in den bergen von chirriqui ist eine wunderbare abwechslung von der tropischen hitze und feuchtigkeit der kueste. die luft ist klar und kuehl, die sonne so strahlend hell; lieblich ist das dorf in sattgruene huegel gebettet, rundherum wachsen nadelbaueme und dichter zauberhafter wolkenwald (bosque nubioso - cloud forest, wie nennt sich der auf deutsch..?) ueber allem wacht der volcan barú, seit langem inaktiv, dennoch gibt es in der umgebung viele schwefelbecken und heisse quellen, die anlass bieten zu herrlichen spaziergaengen und wanderungen.

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den schoensten ausflug mache ich mit irit, einer israeli, eine tageswanderung durch den urwald, ueber den sendero los quetzales von punta cerro nach boquete. auch wenn wir nicht das glueck haben, einen dieser bunten, federwundrigen quetzales zu sehen, und irit ein durchschnittliches reisetempo von 2 kmh an den tag legt (drei jahre militaer fuer nichts und wieder nichts), ist die wanderung herrlich. am pass auf 2800 metern treffen wir auf bente, eine deutsche voluntarierin, die hier auf die baeumchen aufpasst. die letzten kilometere stolpern wir im stockfinstern, treffen schliesslich auf einen pickup, der uns die letzten kilometer erspart.

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das hostel, in dem ich abgestiegen bin, wird von einem sehr netten panameño betrieben, lucho, mit dem und dessen freunden ich die abende hier verbringe; der freundeskreis setzt sich zusammen aus locals, haengenbebliebenen reisenden und auslaendern, die seit langem hier wohnen - im wesentlichen amerikaner - und irgendwie ihrem leben nachgehen. spanisch bis zum umfallen, wie immer allgemeines gelaechter ueber meinen mexikanischen akzent, viel rum und salsa.

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nach einer woche im kuna-land erstaunen mich natuerlich auch die hieseigen indigenas die ngobe-bucle. sie bilden hier eindeutig die unterschicht und leben ihr voellig eigenes dasein zwischen all den anderen panameños und unzaehligen expats. beruehrungspunkte gibt es quasi nicht. meinem eindruck nach pflegen sie eine deutlich machodominiertes leben. staendig sieht man stockbesoffene maenner mit zugeschwollenen augen, die in grueppchen herumstehend auf der strasse herumbruellen, frauen mit kindern hinter sich herschleifen - der unterschied zu den kuna koennte kaum groesser sein. lucho erklaert mir, dass es zu ihren braeuchen gehoert, sich an wochenenden haltlos zu betrinken und dann kaempfe um ehre und frauen auszutragen. tatsaechlich sehen wir eines abends auf dem heimweg grosse menschentrauben vor der einschlaegigen dorfkantina herumstehen - eine szene wie aus fight club: mehrere paare ringender maenner, nackter oberkoerper, blutend ineinander verkeilt. die umstehenden, teilweise auch freuen wanken gebannt aber schweigend mit kaempfenden hin und her. rundherum liegen gestalten wie erschlagen auf dem boden, teils umsorgt von frauen oder freunden, teils allein. es ist ein ziemlich gespenstischer anblick.

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Weltarchitektur in Portobelo tag:travellerspoint.com,2006-12-26:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=6&entryid=36263 2006-12-28T08:16:30Z 2006-12-26T23:47:24Z Unverhofft kommt oft eigentlich wollte ich mir auf dem weg nach panama-city die festungsruinen von portobelo anschauen, die zu den aeltesten des kontionents gehoeren und ueber jahrhunderte den englischen piraten getrotzt haben. viel beindruckender als die klotzig-moosigen gemaeuer finde ich dann aber dieses gebaeude - ein wunderschoenes, deutlich renaissence-inspiriertes schatzhaus, durch das im laufe der zeit ein drittel des gesamten spanischen goldes geflossen ist. ich finde, es strotzt vor kraft und geschmeidigkeit. [img=http://www ... Unverhofft kommt oft

eigentlich wollte ich mir auf dem weg nach panama-city die festungsruinen von portobelo anschauen, die zu den aeltesten des kontionents gehoeren und ueber jahrhunderte den englischen piraten getrotzt haben. viel beindruckender als die klotzig-moosigen gemaeuer finde ich dann aber dieses gebaeude - ein wunderschoenes, deutlich renaissence-inspiriertes schatzhaus, durch das im laufe der zeit ein drittel des gesamten spanischen goldes geflossen ist. ich finde, es strotzt vor kraft und geschmeidigkeit.

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Hummer und Yakis in Kuna Yala tag:travellerspoint.com,2006-12-26:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=5&entryid=36257 2007-02-21T05:15:51Z 2006-12-26T23:31:06Z Alle Wege fuehren nach Rom, eher wenige nach San Blas was nicht heissen soll, dass es die muehe nicht wert waere. angeblich kommt man nur mit dem flugzeug ins inselparadies san blas - das ist aber so nicht richtig. man kann auch den indianerpfad nehmen. morgens um 4 aus dem bett (endlich raus aus panama-city - hab die nase voll von smog und stadt-geglitzer) geht es mit dem 4WD ueber die wildeste urwaldschlammpiste, die mir je untergekommen ist; der motor ... Alle Wege fuehren nach Rom, eher wenige nach San Blas

was nicht heissen soll, dass es die muehe nicht wert waere. angeblich kommt man nur mit dem flugzeug ins inselparadies san blas - das ist aber so nicht richtig. man kann auch den indianerpfad nehmen.

morgens um 4 aus dem bett (endlich raus aus panama-city - hab die nase voll von smog und stadt-geglitzer) geht es mit dem 4WD ueber die wildeste urwaldschlammpiste, die mir je untergekommen ist; der motor qualmt, und fussgrosse schlammbrocken wirbeln auf die windschutzscheibe und durch die geoeffneten fenster, dass es eine freude ist. immer wieder schlittern wir scheinbar unhaltbar durch die knietiefe matsche auf gaehnende abgruende zu, um in letzter sekunde doch noch erettet zu werden; es ist im wahren wortsinn atemberaubend und mir ist ein wenig uebel vor angst. der fahrer ist ein kettenrauchender bulliger chinese, der eher an drogenmafia als an fernoestliche heilkunst denken laesst und flueche ausstoesst, die meine zarten ohren erschuettern. ausser mir sind nur kuna-indianer an bord, die relativ ungeruehrt ihren geschaften nachgehen - schlafen, rauchen, saeuglinge stillen. kurz vor unserem ziel - der kueste- kommen wir an den ueberresten einer bruecke zu stehen, die das hochwasser mitgerissen hat - also mit rucksack und pack umsteigen auf einbaueme und zwischen erdigen krokodilen und schillernd bunten voegeln bis ans meer, von dort schliesslich auf die insel.

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fuer die ruckreise hab ich dann aber was tolles in erfahrung gebracht: man kann mit dem boot an die kueste fahren, bis nach miramar, von dort mit dem bus ueber sabanitas nach panama-city - in schlappen gesamt 10 stunden, ruinenbesichtigung in portobelo inbegriffen.
die bootsfahrt ist wild. in einer nussschale von einbaum (diesmal mit aussenbordmotor) fahren wir hinaus aufs offene meer, wo wir fuer vier stunden gnadenlos hin- und hergeworfen weden. die kuna haben sich riesige schwarze plastikplanen mitgebracht und nach den ersten minuten wellengang ist ausser dem steuermann und mir kein gesicht mehr zu sehen. ich ducke mich hinter den ruecken vor mir und denke an meinen rucksack, der sich im vorderen teil des bootes gepflegt volllaufen laesst. da auch diese reise morgens um vier angetreten wird, schaffe ich es, triefend nass bis auf die gaensehaut, mit dem kopf im takt der wellen von der einen an die andere einbaumwand schlagend, einzunicken. vier stunden waren dann aber doch ziemlich lang.

Carti Yantupu

natuerlich will ich nicht verschweigen, dass die knappe woche auf der insel auch mehr als diese unannehmlickkeiten wert gewesen waere. ueber verschiedene ecken habe ich kontakt zu einer kunafamilie aufgenommen, die hin und wieder backpacker bei sich beherbergen - eine voellig einmalige gelegenheit, tatsaechlich auf einer der fast 400 von den Kuna autonom regierten inseln des archipels zu wohnen und einen einblick in ihre sonst eher hermetische kultur zu bekommen.

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unser inselein carti yantupu ist eine der traditionellsten des gesamten archipels; es gibt keine festen bauten, nur winzige einraum-bambushuetten, dich an dicht, getrennt durch enge sandige wege und brotfruchtbaeume und selbstverstaendlich kein einziges hotel. die aeusseren umstande sind denkbar basic: ich wohne zusammen mit der handvoll anderer reisender, die zeitgleich mit mir dort sind, in einer dieser kleinen huettchen; das bett ist eine haengematte, der kuehlschrank ein wasserzuber, die dusche ein eimer mit kelle, die toilette eine relativ gut einsehbare bambuskonstruktion ueber dem meer (zum baden besucht man die enfernten nachbarinseln..).

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und es ist herrlich! jeden tag machen wir mit aaron, dem aeltesten sohn der familie, ausfluege auf eine der unbeschreiblich schoenen badeinseln der umgebung (ich beschraenke mich hier auf die fotos), den rest der zeit verbringen wir mit der familie, kartenspielend mit den maennern; zwischen kuna, spanisch, haenden und fuessen plaudernd mit den frauen; beim yakis - einem geschicklichkeitsspeil mit kieseln und einem flummi - mit den unglaublich neugierigen kindern.

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die kuna regieren ihre comarca, die sogenannte Kuna Yala, seit einem grossen aufstand 1925 weitgehend unabhaengig von der panamenischen regierung und pflegen ein sehr friedliches und geselliges leben. individualismus und privatsphaere werden nicht sehr gross geschrieben und wichtige eintscheidungen werden gerne im congreso der jeweiligen insel getroffen, der grossen gemeindehuette, wo der inselvorstand, genannt cazique, tagsueber in der haengematte baumelt.

die einzige konstante im erscheinungsbild der maenner ist das omnipraesente baseball-cap.
die sichtbare traditionspflege manifestiert sich vor allem durch die kuna-frauen: in ihren fantastischen kleidern und bunten winis (den traditionellen arm- und fussbaendern) sind sie bereits in panama-city nicht zu uebersehen gewesen. die goldberingt nase wird stolzerhoben getragen, dabei aber gern gekichert. schon die sechsjaehrigen maedchen naehen die kunstvollen molas, die einen bestandteil der bekleidung bilden, heute aber - durch den regen verkauf an entzueckte touristen in ganz panama und sammler weltweit - vor allem auch eine wichtige einnahmequelle darstellen.

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an einem abend kommt die tanzgruppe der insel vorbei, die sich auf den jaehrlichen kunatanzwettbewerb vorbereitet, und uebt vor versammelter mannschaft fuer ihre auffuehrung. nun tragen die herren blaue hemden und schwarze huete, der tanz ist bezeichnenderweise ein gruppentanz, rythmisch, barfuss stampfend und springend, die frauen rasseln ein gleichmaessigen takt, die maenner stossen dazu sich wieder und wieder gleichmaessig wiederholende melodien in ihre doppelpanfloeten. es ist sehr beeindruckend.

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am folgenden tag beschliessen die drei maedchen der familie, naygret, anelis und tianet, eine eigene auffuehrung zu machen, sie holen rasseln und animieren uns handvoll backpacker mit ihnen im kreis zu springen. da biegen sich jetzt aber die wuerdigen kuna-damen und familienvaeter vor lachen!

Weihnachstmaenner und Mondkinder

es ist ohnehin lustig, wie, man sich hier gegenseitig bestaunt: waehrend ich mit grossen augen die herrlichen kleider, die einfachen huetten, die ungewohnten gewohnheiten bewundere, sind die kuna nicht weniger amuesiert: ich habe 'haare, wie der weihnachtsmann', ich wuerde schielen, oder, nein: ob ich die ganze welt in blau saehe (naygret zu meinen augen); wann immer man sich den kopf an einem der knapp 1,60 hohen konstruktionstangen der huetten einschlaegt grosses gekicher - kurzerhand wird schliesslich das neugeborene nachbarmaechen nach mir benannt. ob ich in ein paar jahren mal wiederkommen und mit einer kleinen schwarzaeugigen annika yakis spielen werde?

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blond gilt bei den kuna uebrigens als besonders schoen; sie sind die ethnische gruppe mit der weltweit hoechsten dichte an albinos. die heissen hier mondkinder und sind ihrem glauben nach besonders begabte fuehrungspersoenlichkeiten. nur mondkinder sind etwa in der lage, eine mondfinsternis zu betrachten ohne schaden davon zu tragen. der sage nach war es ein beruehmter albino, der den schwarzen drachen abschoss, der den mond aufgefressen hatte. auf der nachbarinseln sehe ich einmal ein albinokind. mit seinen kunagesichtszuegen, dunkelroten augen und strohblonden haaren sieht es tatsaechlich sehr besonders aus.

aaron, der in panama-city studiert hat und fliessend spanisch spricht, gibt mir immer wieder geduldig antwort auf meine vielen neugierigen fragen und weiss seinerseits ziemlich genau ueber europa bescheid. seine aeltere schwester nixia lebt in der hauptstadt und ich frage mich, ob das traditionsbewusstsein, das noch in ihrer elterngeneration verwurzelt ist und die kuna bis heute annaehernd so leben laesst, wie die spanischen eroberer es vor 500 jahren beschrieben haben, auch die naechsten jahrzehnte ueberdauern wird. ob er auf carti leben bleiben wird? natuerlich, sagt er.

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am letzten abend vor der abreise verabscheide ich mich schweren herzens von der ganzen familie, arquimedes und edith, die eltern, bieten mir ruehrenderweise noch eine unterkunft in panama-city an, nur aaron ist in einer wichtigen besprechung mit dem dorfcazique und morgens muss er noch frueher raus als unser abreiseboot - schade.
als ich aber im morgengrauen meine siebensachen packe, braust draussen ein kleiner motorisierter einbaum am ufer vorbei und man hoert eine gellende stimme aniii, aniiiii!, ehe das boot in der dunkelheit verschwindet.

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Panama-City tag:travellerspoint.com,2006-12-26:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=4&entryid=36254 2006-12-28T08:29:56Z 2006-12-26T23:23:03Z Panama-City um nicht ganz den anschluss zu verlieren, halte ich mich hier mal kurz: panama-city ist gross, glitzernd verschmutzt und teuer. ausserdem scheinbar relativ gefaehrlich - unzaehlige backpacker denen ich hier begegne sind entweder unmerklich im bus ihres geldes verlustig oder sogar direkt mit der waffe ausgeraubt worden. ich vertraue mal wie ueblich auf mein glueck. Panama-Kanal ... Panama-City

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um nicht ganz den anschluss zu verlieren, halte ich mich hier mal kurz: panama-city ist gross, glitzernd verschmutzt und teuer. ausserdem scheinbar relativ gefaehrlich - unzaehlige backpacker denen ich hier begegne sind entweder unmerklich im bus ihres geldes verlustig oder sogar direkt mit der waffe ausgeraubt worden. ich vertraue mal wie ueblich auf mein glueck.

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Panama-Kanal

die kanalschleusen von miramar sind toll! wassermassen, die hin- und hergewaelzt werden, ozeandampfer, die sich wie im aufzug auf und ab bewegen, ein (unbrauchbares) museum gibt es auch.

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hoehensprung im wasserspiegel

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boetchen kommt...

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...wasserspiegel wird angeglichen...

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...schleusen gehen auf...

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...boetchen geht.

anschliessend spaziere ich noch ein bisschen durch den regenwald, ein stueck den verwucherten sendero charco entlang, der vor kanal und bahn urspruenglich die kuerzeste ueberbrueckung des isthmus darstellte und die conquista erstmalig an den pazifik fuehrte.

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Casco Antiguo

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die wunderschoene altstadt entschaedigt mich fuer meinen bisherigen misseindruck von panamas hauptstadt. zusammen mit holger aus apolda (!!) spaziere ich den ganzen tag durch die verfallenen gaesschen und mache unzaehlige fotos. direkt am meeresufer findet sich ein atemberaubender palast, ueberwuchert und von grossen baeumen durchwachsen - was man damit machen koennte!

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die altstadt ist offensichtlich im wechsel begriffen: noch gefaehrliches ghetto wird sie allmaehlich dem tourismus zugaenglich gemacht; die regierung verpflanzt grosse bewohnergruppen in stadtrandgebiete, erste cafes und laedchen machen sich breit. tja.

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in einem kleinen cafe komme ich mit wilma ins gespraech; sie ist tatsaechlich mit einem wailers-gitarristen verheiratet (ja, die bob marley wailers) und lebt die haelfte des jahres in jamaica. ich soll ihr schreiben, wenn es mich nach kingston verschlaegt, da haengen sie den ganzen tag mit ziggy herum, hihi.

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wider erwarten kommen wir heil zuhause an.

Isla Taboga

die Isla de las Flores ist eine pittoreske und unbeschreiblich ruhige insel vor den toren der stadt. zwei tage dort ist genau das, was ich nach panama-city brauche. dort lerne ich auch ohad kenne, einen israelischen bergfuehrer, der genau wie ich nach san blas weiterreisen will.

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Oh, wie schoen ist Panama! tag:travellerspoint.com,2006-12-26:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=3&entryid=36252 2006-12-28T08:58:48Z 2006-12-26T23:19:42Z Grenzerfahrungen, Paso Canoas das passiert mir nicht zum ersten mal: kaum haben die grenzbeamten gemerkt, dass ich fliessend spanische und englisch spreche, wollen sie mich nicht mehr gehen lassen. zuerst muss ein haufen uebersetzungen vorgenommen werden; hilflose amerikaner, franzosen, ein chinese - auf dem landweg ist paso canoas der haupteingang nach panama. dabei haben wir selbst alle haende voll zu tun, vor allem wegen des firetrucks. so eine grenzueberquerung eine riesenaktion mit stempeln und fliegenverklebten kopien und visa-a ... Grenzerfahrungen, Paso Canoas

das passiert mir nicht zum ersten mal: kaum haben die grenzbeamten gemerkt, dass ich fliessend spanische und englisch spreche, wollen sie mich nicht mehr gehen lassen. zuerst muss ein haufen
uebersetzungen vorgenommen werden; hilflose amerikaner, franzosen, ein chinese - auf dem landweg ist paso canoas der haupteingang nach panama.
dabei haben wir selbst alle haende voll zu tun, vor allem wegen des firetrucks. so eine grenzueberquerung eine riesenaktion mit stempeln und fliegenverklebten kopien und visa-ausstellung und schlaefrig-verschwitzter tropenbuerokratie. die jungs kennen das allerdings schon und sind relativ stoisch.

Las Lajas, Pacifico!

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die grosse belohnung ist der herrliche strand von las lajas, den mein reisebuechlein als "popular with locals" beschreibt, was wohl ubersetzt werden kann als "keine sau da". kilometer um kilometer kokosgesaeumter strand, die einzige bewegung sind der wind in den palmen, die schneeweissen wolkentuerme am blauen himmel und die tosenden wellen. seidenreiher und meeresvoegel spazieren umher, hin und wieder galoppieren ein paar verwilderte pferde durch die brandung und am horizont werfen sich riesige stachelrochen wie schwere nasse tuecher aus dem wasser.

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die jungs haben ihren ranzigen bus (jaja, man gewoehnt sich an den geruch), anna und ich wohnen in einer winddurchwehten kleinen bambushuette - matratze, moskitonetz, in jeder wand ein grosses
fenster zum aufsperren, haengematte vor der tuer. und mehr braucht's auch kaum zum vollkommenen gluecksgefuehl.

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On the Road with the Oil Stars tag:travellerspoint.com,2006-12-26:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=2&entryid=36250 2006-12-28T09:08:06Z 2006-12-26T23:16:16Z Alte Bekannte in Zentralamerika tyler und seth, beide professionelle kayaker und reisefreaks habe ich bereits diesen sommer im norden mexikos getroffen! auf ihrem weg von alaska nach feuerland sind sie mitsamt ihres japanischen feuerwehrautos inzwischen bis nach costa rica gekommen. dieses bemerkenswerte vehikel faehrt auschliesslich mit gebrauchtem speiseoel, dass sich dank fettfreudiger lateinamerikanischer kueche unterwegs in jedem restaurant gratis einsammeln l ... Alte Bekannte in Zentralamerika

tyler und seth, beide professionelle kayaker und reisefreaks habe ich bereits diesen sommer im norden mexikos getroffen! auf ihrem weg von alaska nach feuerland sind sie mitsamt ihres japanischen feuerwehrautos inzwischen bis nach costa rica gekommen.

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dieses bemerkenswerte vehikel faehrt auschliesslich mit gebrauchtem speiseoel, dass sich dank fettfreudiger lateinamerikanischer kueche unterwegs in jedem restaurant gratis einsammeln laesst. es dient ihnen ausserdem als demonstrationsobjekt fuer die zahlreichen schulpraesentationen zum thema alternative energien, die die beiden unterwegs in gebrochenem spanisch und mit doppeltem enthusiasmus geben. bis april sind sie mit hilfe von sponsorengeldern on the road, begleitet von wechselnden mitreisenden. fuer eine gute woche habe ich die ehre, in ihrer rollenden fritierbude von puntarenas, costa rica, bis nach panama mitzufahren. ausserdem an bord: anna, eine sehr entspannte sozialarbeiterin aus seattle auf ihrem weg nach peru und nick und benny, zwei beaengstigend tequilafeste, wahnsinnige iren auf dem weg ins verderben.

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nach zwei tagen in malpais geht es mit der faehre zurueck nach puntarenas, von dort weiter nach sueden. die steilen bergserpentinen zurueck ins inland erklimmt der firetruck mit schleppenden 20 kmh - ein wunderbares reisetempo; die heisse und feuchte luft weht durch die weitgeoeffneten fenster, draussen ziehen dichte dschungel und gruene taeler vorueber. wir essen bananen, hoeren schepperige musik und sind froehlich.

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Deutsche Botschaft

zurueck in san josé der grosse schreck: mein pass liegt noch im hotel in malpais! wenn ich in zwei tagen mit den jungs nach panama fahren will, habe ich weniger als 24 stunden, um nach puntarenas, von dort auf die faehre, in den chickenbus nach santa teresa und wieder zurueck zu fahren - schlicht unmoeglich. die oeltour abblasen? mit dem flugzeug hinjetten? als ich mich schon geschlagen geben will, hat ferdinand, ein deutsch-costaricanischer kayaker, der inzwischen zur crew gestossen ist, die rettende idee: morgens frueh zur deutschen botschaft, vorlaeufigen reisepass beantragen. gesagt getan. botschaft angerufen; ab zum fotografen; morgens um zwei telefonat mit einem frisch ausgeschlafenen beamten in muenster, der die lage erst nicht so ganz versteht ("ja, kommen sie am nachmittag vorbei, wir benoetigen ihre unterschrift"), dann aber ein geschmeidiges fax an die botschaft schickt, wo ich am naechsten morgen um schlag acht einen vorlaeufigen pass bekomme, ob ich den zurueckgeben soll, sobald ich meinen regulaeren reisepass wiedererhalten habe? nee, nee, wissense, in zentralamerika kann man nie genug paesse haben.

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San Isidro, Parque Nacional Chiripó

jetzt ab nach san isidro de el general. ein verschlafenes, neben san josé geradezu charmantes kleinstaedtchen. von dort geht die ganze kayak-connection unbekannte reissende gewaesser erkunden (das nennt sich dann first descent).

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zusammen mit anna verbringe ich einen tag wandernd am fusse des chiripó, des hoechsten berges zentralamerikas, durch die unzahligen doerflein die zusammen rivas heissen. wir haben es sehr lustig, die gegend ist wunderschoen und endlich verstehe ich, warum costa rica - abgesehen von den reise- und lebenskosten - als schweiz lateinamerikas bezeichnet wird.

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der kaese ist uebrigens ausgezeichnet. da ihre eltern ausgeflogen sind, nehmen sich die bauernkinder unserer an und erklearen uns alles ganz genau: im regal liegen unten die ganz frischen, oben die wochenlang gelagerten laibe, alles ungekuehlt. anna ist skeptisch. ich kaufe aus der zweitobersten lage - eine gute wahl! zurueck trampen wir mit diversen pickups.

in isidro warten schon ein haufen erschoepfter kayaker und jede menge abschiedsgetraenke: die iren fahren am naechsten morgen zusammen mit greig, einem rundgesichtigen ur-freundlichen schotten, und ferdinand zurueck in die hauptstadt. greig und ferdinand muss ich versprechen, weihnachten vorbeizukommen -
das wird sicher lustig!

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Erste Tage in Costa Rica tag:travellerspoint.com,2006-12-26:/blog/?domain=canica&thisblog_entryid=1&entryid=36247 2006-12-28T08:46:21Z 2006-12-26T23:02:26Z San Jose die ersten tage seit meiner ankunft sind nur so verflogen. jetlag und winterstarre sind abgeschuettelt, die reise kann beginnen. san jose, die hauptstadt costa ricas, ist von nicht allzugrossem Interesse, wird mich aber wohl noch oefter auf dieser reise sehen. es gibt keine nennenswerten museen, kaum alte bausubstanz, relativ wenig leben auf den strassen, dafuer ein nettes hostel und damit die gelegenheit auszuschlafen, gut zu fruehstucken und den ersten ... San Jose

die ersten tage seit meiner ankunft sind nur so verflogen. jetlag und winterstarre sind abgeschuettelt, die reise kann beginnen.

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san jose, die hauptstadt costa ricas, ist von nicht allzugrossem Interesse, wird mich aber wohl noch oefter auf dieser reise sehen. es gibt keine nennenswerten museen, kaum alte bausubstanz, relativ wenig leben auf den strassen, dafuer ein nettes hostel und damit die gelegenheit auszuschlafen, gut zu fruehstucken und den ersten strand in angriff zu nehmen.

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Von Jacó nach Malpais

die pazifikkueste costa ricas hat den ruf fest in amerikanischer hand zu sein - zu recht: hier wird englisch gesprochen, gesurft, viel geld fuer wenig essen ausgegeben; dafuer ist man nicht allein am strand.

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die straende sind sehr, sehr schoen! zwei tage in jaco, dann weiter nach malpais, einem verschlafenen hippie-dorf auf der halbinsel von nicoya; mit der faehre von puntarenas rueber, wueste schotterstrassen, unberechenbare busverbindungen - wer es eilig hat, fliegt direkt in sein luxusresort, alle anderen sind surfer mit viel zeit, die direkt nebendran einem sehr gechillten lifestyle froehnen. da kann man sich durchaus anschliessen. zu surfversuchen kann ich mich noch nicht ganz aufraffen, nachdem ich erstmal so ein brett in einer der reissenden wellen um die ohren gewirbelt bekommen habe. mein konisch in einer imposanten beule zulaufender kopf mag lieber schwimmen, in der haengematte schaukeln, mit surfern plaudern und kalte kokosnuesse schluerfen.

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