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Nicaragua

San Cristóbal - Vulkan zum dritten

30 °C

diesmal kommt es zum totalen vulkanerlebnis! zusammen mit drei dreckigen australieren, einer amerikanerin, einem neuseelaender und zwei weiteren deutschen erklimme ich san cristobal, den hoechsten berg nicaraguas.

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der von uns begangene hang ist bislang unerkundet und wir sind die erste gruppe, die den aufstieg wagt. wir klettern durch ein trockenes flussbett, spaeter durch dichtes, schlangen- und kaktusbevoelkertes grasland und schliesslich durch rauhes lavageroell. der siebenhundert meter weite, schwefeldampfede krater ist ein ueberwaeltigender anblick, ebenso, wie der blick in die weite des sonnenueberfluteten tieflandes und die anschliessende kette der weiteren vulkane.

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der preis (naja, die ganze gruppe traegt bei): eine aufgeplatzte lippe, zwei zerissene hosen, vier sich komplett loesende zehennaegel, zahllose blaue flecken, kaktuswunden und felsschuerfungen, acht hoffnungslose muskelkater und ein ausgeschlagender schneidezahn.

zu eurer beruhigung: ich habe nur in hosen gezahlt (zu gunters freude: es war deine braune hass-hose).

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Posted by canica 17.01.2007 12:00 Archived in Nicaragua Comments (0)

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Auf grossem Fusse in León

35 °C
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kommt.

Posted by canica 17.01.2007 11:59 Archived in Nicaragua Comments (0)

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Pequeña Isla de Maíz

30 °C
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Im Paradies


was macht man eine woche auf einer hoffnungslos entlegenen paradiesischen karibikinsel?

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es gibt keine autos, kein internet, elektrizitaet eher sporadisch, ein telefon fuer alle und im minisuper immer nur gerade das, was sonst noch niemand kaufen wollte.
dafuer weht eine herrliche brise, die straende sind tuerkis und weiss und palmenbestanden, der urwald wimmelt von topfgrossen krebsen und froeschen, es wachsen sternfruechte, bananen und bittergruene orangen und - es gibt einen tauchladen!

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unsere kleine unterkunft, die wir mit murat, unserem voruebergehenden familienmitglied, teilen, ist ein hoelzerne strandhuette mit palmendach und haengematte.

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die ueberaus freundlichen und entspannten inselbewohner sind zum allergroessten teil englischsprechende schwarze, die vor jahrzehnten aus benachbarten kolonien heruebergekommen sind. ihr singsang ist fuer uns schlicht und einfach nicht entzifferbar, so dass wir doch meistens bei meinem spanisch bleiben.

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falls wir uns sorgen gemacht haben, eine woche am strand koenne uns ueberfordern, so werden diese enttaeuscht. irgendwie sind wir (ausser in unserer huette) auch kaum am strand. wir tauchen mit rochen, haien und bunten fischlein in den schoensten korallenriffen, hoeren nicaraguensiche countrymusik, stromern barfuss auf der ganzen insel umher, baumeln in haengematten, winken der untergehenden sonne mit kaltem rum zu und essen tostones, die hier allgegenwaertigen gebratenen bananen, mit herrlichem, taufrischen meeresessen.
wie schnell diese woche dahinsaust!

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Und Abschied

etwas baluaeugig haben wir uns um wirklich gar nichts gekuemmert, was mareiles abreise angeht - irgendwie muss sie nun ganz schnell wieder nach san jose, costa rica.. gluecklicherweise finden wir im chaotisch-stickigen managua, wohin wir schweren herzens zurueckfliegen, ein busunternehmen, das sie innert 8 stunden dorthin bringt, huuuiiii!
ein koestliches abschiedsessen ist uns noch beschieden, dann trennen sich unsere wege: mareile nach san jose-miami-amsterdam-regensburg-brig, ich nach leon.

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Posted by canica 13.01.2007 13:28 Archived in Nicaragua Comments (0)

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¡Aqui está Granada!

35 °C
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als der wilde pirat und abenteurer william walker, der im 19. jh. mit amerikanischer unterstuetzung versuchte, mittelamerika zu beherrschen, von den nicas gezwungen wurde, seine selbstgewaehlte residenz granada zu raeumen, hinterliess der rachsuechtige kaum mehr als schwelenden schutt und asche, darin ein beruehmt gewordenes schild, here was granada.

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wenn man die stadt heute besucht, ist diese geschichte nicht mehr zu erahnen: nach tagen in den bergen, am meer, auf inseln sind wir wahrlich reif fuer die stadt - und granada ist eine solche. anderes als in den meisten zentralamerikanischen orten gibt es hier unmengen historischer bausubstanz; dicht bebaute strassenzuege, wunderschoene kolonialhaeuser mit gruenschattigen innenhoefen und leuchtendbunten fassaden. strassenachsen muenden in plaetze und parks und kirchen gibt's zu sehen! auf der plaza central ist musik und leben, eiskalte frische fruchtsaefte werden verkauft und fettige wuerzigkeiten, eingeschlagen in bananenblaetter. unter den steinernen arkaden gibt es kaffee, der weder nach milchpulver noch nach nescafe schmeckt.
kurz, zu gegebenem anlass haben sich vor ein paar jahren ein paar nicaraguensische kuenstler zusammengetan und eine plakette aufgestellt mit der inschrift ¡aqui está granada!

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das hostel, in dem wir unterkommen, hat fuenfmeterhohe raeume rund um einen lieblichen patio, in dem ein brunnen plaetschert und haengematten schaukeln. es gibt kalten rum und billiard, leute spielen schach und lesen - waere die stadt nicht so schoen, man koennte den ganzen tag hier verbaumeln.

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stattdessen schlendern wir durch die strassen, erkunden das marktlabyrinth (und dringen dort in untiefen vor, in denen wir beauegt werden, wie fremdartige voegel) und tanzen mal wieder salsa bis tief in die nacht. mareile mag sich noch nicht an all die ungewollte aufmerksamkeit gewoehnen, die ihr seitens der maennerwelt zuteil wird und entwickelt erstaunlich wirksame strategien um sich einmeterfuenfziggrosser tanzanwaerter zu entledigen.

Posted by canica 06.01.2007 13:26 Archived in Nicaragua Comments (0)

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Zum Geburtstag

35 °C
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nach verschiedenen versuchen, bei kriechender internetverbindung ein kleines filmgruesslein hochzuladen, kommt hier zumindest ein gratulationsfoto:

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alles, alles gute und liebe zum geburtstag, thomas!

Posted by canica 05.01.2007 08:30 Archived in Nicaragua Comments (0)

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Vulkan(ver)suche II

30 °C
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Volcan Concepción

im suedwesten von nicaragua, etwa eine stunde von san juan del sur, liegt ein ungeheuer grosser suesswassersee, der lago de nicaragua. vor jahrhunderten haben zwei ausbrechende vulkane eine doppelinsel geformt, die nun gekroent durch die zwei scheinbar ruhenden kegel nahe des westlichen seeufers liegt. isla de ometepe ist verschlafen, gruen und fruchtbar und bietet natuerlich die herausforderung des gipfels. wir entscheiden uns fuer den hoeheren, volcán concepción, der sich immerhin gut 1600 meter ueber das seeniveau erhebt.

schon am vorabend ist der gipfel von einem graeulichen wolkenhut verhuellt, dennoch ruesten wir uns optimistisch mit erdnussbutter, zwieback und tunfischkonserven (man wird flexibel ohne migros in der hinterhand) und versuchen morgens um 6 uhr unser glueck. die mehrstuendige und ziemlich steile wanderung fuehrt uns durch satten urwald ueber schwarzsandigen boden und schliesslich jenseits der baumgrenze in feuchtgruene wolkenwiesen. bei etwa 1000 meter ueber see muessen wir aber leider abbrechen; die sturmboeen, die ueber die schmalen felsgrate sausen, reissen nicht nur kletterer in die tiefe, sondern druecken auch die giftigen gase aus dem krater in die bergflanken.
der blick aber aus dem weissen waschkuechennebel durch die immer wieder aufreissenden wolken in die sonnenueberflutete inselebene ist uns mehr als genug entschaedigung fuer den gipfel.


Haialarm

der lago de nicaragua gilt uebrigens als einziges suessgewaesser mit haivorkommen. die geruechte, die sich darum ranken, konnten wir nicht beendend klaeren. am einleuchtendsten schien uns die theorie, nach der eine bestimmte haiart waehrend der ausformung des zentralamerikanischen landmassivs mitsamt den wassermassen des zukuenftigen sees vom meer isoliert wurde und sich mit dem veranderten wasserambiente im laufe eines evolutionsprozesses an die neuen anforderungen angepasst hat.
ein paar nicas erzaehlen mir aber mit aller glaubwuerdigkeit ihrer weitaufgesperrten augen, die weiblichen haie kaemen jedes jahr den rio san juan heraufgeschwommen, um ihre eier im see zu legen, wo die junghaie sich bereits im ei an das suesswasser anpassen und fuerderhin ihr dasein fristen.
wir haben auf ometepe riesenspinnen gefochten, mit feisten schweinen um unser abendessen gerungen, zwischen stieren und knochigen kuehen gebadet - haie sind uns nicht begegnet.

Posted by canica 02.01.2007 08:35 Archived in Nicaragua Comments (0)

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¡...y un prospero 2007!

32 °C
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nach einer abenteuerlichen 6-busse-tagestour von monteverde ueber die wilde grenze sind wir nun in nicaragua angekommmen. san juan del sur ist ein sehr huebsches fischerstaedtchen am pazifik, das sich gerade mit vollgas in den silvestertaumel wirft.

nach massiven schwierigkeiten, eine unterkunft zu finden (ganz nicaragua kommt zu silvester in ebendiesen ort) nisten wir uns schliesslich im winddurchbrausten hotel estrella ein, zimmer ohne fenster mit klapprigen holzwaenden, dafuer mit blick in den offenen dachstuhl, unzaehligen gelben schaukelstuehlen im uberhohen kuehlen erdgeschoss und einem korridorbalkon, der den blick frei gibt auf die wunderbarsten pazifiksonnenuntergaenge. ist es wirklich fast januar?

ich glaube wir werden gebuehrend feiern.
euch alles, alles gute fuer das neue jahr!

annika

Posted by canica 31.12.2006 07:55 Archived in Nicaragua Comments (2)

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