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Costa Rica

Letzte Tage in Costa Rica

30 °C
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San Jose

diesmal schaffe ich es ohne haengenzubleiben: ganz geschwind sause ich vom flughafen direkt zum busbahnhof und von dort ohne weitere unterbrechung in die karibik!

(der flug war wild. CUBANA fliegt jeden donnerstag und sonntag als shuttle zwischen la habana, guatemala und san jose; leute steigen aus und zu, es gibt keine festen sitzplaetze, jede stewardess traegt andere klamotten, einziges getraenk an bord ist cuba libre (allerdings mit kubanischer cola) und das rumpelige landemaneuver laesst selbst hartgesottenen fliegern das blut in den adern erstarren; fast denke ich, mein letztes stuendlein hat geschlagen.)

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Cahuita - Tag am Meer

obwohl wehmut vorherrscht, geniesse ich meine letzten zwei tage. jede regenfreie minute sitze ich am strand oder stromere durch den angrenzenden regenwald; goldener sand und kokosplamen, affen, blinzelnde faultiere, und leuchtendblaue reiher, nocheinmal darf ich die ganze bandbreite geniessen, durchatmen und im wasser herumspringen. abends frisches meeresessen und eine buddel voll rum!

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kann man es glauben: ich habe mich doch tatsaechlich auf dem rueckweg durchs guatemaltekische hochland erkaeltet. frei nach jane austen (some seabathing would set me up forever!) lasse ich also die herrliche meeresluft durch meine lungen brausen und ein paar abschiedstraenlein in den sand tropfen.

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Noch einmal San Jose

und nun sitze ich ein letztes mal in san jose im tranquilo, wo man mich inzwischen schon von weitem begruesst, und denke an all die leute, denen ich hier begegnet bin. in weniger als 48 stunden bin ich wieder in zuerich - und ich freue mich bereits ungemein darauf.

es dauert wohl noch eine ganze weile, bis ich die letzten drei monate verarbeitet habe; aber ich fuehle mich schon jetzt unverschaemt reich.

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Posted by canica 18.02.2007 18:08 Archived in Costa Rica Comments (0)

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Nationalwunder in Costa Ricas Norden

23 °C
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Mareile ist da!

am abend des 26. nach einer etwa vierundzwanzigstuendigen reise erstaunlich munter angekommen, laesst sie es sich natuerlich nicht nehemen, erstmal gruendlich in der naechsten bar auf unsere bevorstehende reise anzustossen - es lebe die apero-mentalitaet!
als am folgenden tag mit zwei hilfsbereiten finnen noch mein pass aus malpais hereinschneit, sind wir geruestet: es kann losgehen.

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Best thing to do in Costa Rica oder Spot the Volcano

das tranquilo in san jose ist wahrscheinlich schon der angenehmste aspekt der hauptstadt, doch nach einem tag dort mit pfannekuchen, haengematten und backpacker-vibe ist uns nach mehr aktion zumute. wir machen uns auf nach la fortuna, einem kleinen dorf am fusse des volcán arenal, des aktivsten vulkans zentralamerikas (der welt? so langsam kann ich die lonely-planet-superlative nicht mehr auseinanderhalten).

zwischen weihnachten und neujahr ist es hier natuerlich uberfuellt mit amerikanern und kanadiern und die gesamttonart ist anders als erwartet: die naechtlich besuchten heissen quellen, die wir uns in den wildesten farben ausgemalt haben - laut vertrauenserweckenden quellen das tollste, was ich in ganz costa rica gesehen habe! - entpuppen sich als riesiges touristenspektakel in form eines abenteuerbades mit unerschwinglichen eintrittspreisen, kuenstlich angelegten becken mit zugegebenermassen beeindrucken heissem wasser und zahreichen wasser-bars die zu droehnenden salsa-klaengen klebrig-suesse cocktails ausschenken.

der vielbesungene vulcan, der sich schon waehrend unser vorangegangenen regenwaldtour in dichte wolken gehuellt hat ist leider auch jetzt unsichtbar und bleibt es bis zu unserer abreise. einzig das donnern und droehnen in der ferne, laesst uns erahnen, wie eindrucksvoll die leuchtenden lavastroeme in der dunklen nacht wohl gewesen waeren.


Lara Croft am Tarzanseil

unerschrocken trotz so viel kommerzieller bauernfaengerei stuerzen wir uns am naechsten tag im benachbarten monteverde in das naechste abenteuer: canopy! mit klettergurt an einem buegel befestigt, saust man gut hundert meter ueber dem erdboden durch die baumwipfel des regenwaldes, in den ohren den brausenden fahrtwind und das geschrei der bruellaffen, um uns weisser dampf und goldene nachmittagssonne. ein unglaubliches gefuehl!
die strecke setzt sich aus mehreren seilfahrten zusammen und ist ingesamt ca. 15 kilometer lang, von denen wir jeden einzelnen meter geniessen. zum kroenenden abschluss duerfen sich die mutigen an einem seil in die tiefe stuerzen und quer uber eine lichtung meterweit ueber die baumkronen schaukeln. ob wir mutig sind? natuerlich.

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monteverde selbst ist ebenfalls gut ausgebaut und dicht besucht aber charmanter als la fortuna. am abend stuerzen wir uns ins lokale nachtleben und tanzen unermuedlich salsa, raggaton und merengue mit den unzaehligen lokalen mountain-, canopy- und volcano-guides - die einzige moeglichkeit den sich immer wiederholenden fragen ¿hablas español? ¿de donde eres? ¿que haces aqui? zu entfliehen.

Posted by canica 30.12.2006 12:12 Archived in Costa Rica Comments (0)

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¡Feliz Navidad!

26 °C
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froehliche weihnachten und festliche wintertage wuensche ich euch aus dem fernen mittelamerika!!

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heute frueh noch mit den fuessen in der karibik, bin ich inzwischen zurueck in san jose, costa rica, wo es zwar etwas kuehler ist, trotzdem keine rechte weihnachtsttimmung aufkommen will. glitzerdekoration und kunstschnee werden von palmen und gleissender sonne luegen gestraft und etwa ein drittel der backpacker sind ja traditionellerweise ohnehin israelis, die heute keine sentimentalen gefuehle entwickeln.

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ueberall auf den strassen laeuft weihnachts-salsa, hey chiquita, heute ist weihnachten, lass uns tanzen bis zum morgengrauen - zucker - beweg deine hueften, wir feiern die ganze nacht!

auf der busfahrt von bocas/changuinola hierher hoere ich auf meinem i-pod hartnaeckig das weihnachtsoratorium teil I-III - bin halt doch ein kulturspiesser.

Posted by canica 24.12.2006 15:53 Archived in Costa Rica Comments (0)

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On the Road with the Oil Stars

30 °C
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Alte Bekannte in Zentralamerika

tyler und seth, beide professionelle kayaker und reisefreaks habe ich bereits diesen sommer im norden mexikos getroffen! auf ihrem weg von alaska nach feuerland sind sie mitsamt ihres japanischen feuerwehrautos inzwischen bis nach costa rica gekommen.

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dieses bemerkenswerte vehikel faehrt auschliesslich mit gebrauchtem speiseoel, dass sich dank fettfreudiger lateinamerikanischer kueche unterwegs in jedem restaurant gratis einsammeln laesst. es dient ihnen ausserdem als demonstrationsobjekt fuer die zahlreichen schulpraesentationen zum thema alternative energien, die die beiden unterwegs in gebrochenem spanisch und mit doppeltem enthusiasmus geben. bis april sind sie mit hilfe von sponsorengeldern on the road, begleitet von wechselnden mitreisenden. fuer eine gute woche habe ich die ehre, in ihrer rollenden fritierbude von puntarenas, costa rica, bis nach panama mitzufahren. ausserdem an bord: anna, eine sehr entspannte sozialarbeiterin aus seattle auf ihrem weg nach peru und nick und benny, zwei beaengstigend tequilafeste, wahnsinnige iren auf dem weg ins verderben.

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nach zwei tagen in malpais geht es mit der faehre zurueck nach puntarenas, von dort weiter nach sueden. die steilen bergserpentinen zurueck ins inland erklimmt der firetruck mit schleppenden 20 kmh - ein wunderbares reisetempo; die heisse und feuchte luft weht durch die weitgeoeffneten fenster, draussen ziehen dichte dschungel und gruene taeler vorueber. wir essen bananen, hoeren schepperige musik und sind froehlich.

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Deutsche Botschaft

zurueck in san josé der grosse schreck: mein pass liegt noch im hotel in malpais! wenn ich in zwei tagen mit den jungs nach panama fahren will, habe ich weniger als 24 stunden, um nach puntarenas, von dort auf die faehre, in den chickenbus nach santa teresa und wieder zurueck zu fahren - schlicht unmoeglich. die oeltour abblasen? mit dem flugzeug hinjetten? als ich mich schon geschlagen geben will, hat ferdinand, ein deutsch-costaricanischer kayaker, der inzwischen zur crew gestossen ist, die rettende idee: morgens frueh zur deutschen botschaft, vorlaeufigen reisepass beantragen. gesagt getan. botschaft angerufen; ab zum fotografen; morgens um zwei telefonat mit einem frisch ausgeschlafenen beamten in muenster, der die lage erst nicht so ganz versteht ("ja, kommen sie am nachmittag vorbei, wir benoetigen ihre unterschrift"), dann aber ein geschmeidiges fax an die botschaft schickt, wo ich am naechsten morgen um schlag acht einen vorlaeufigen pass bekomme, ob ich den zurueckgeben soll, sobald ich meinen regulaeren reisepass wiedererhalten habe? nee, nee, wissense, in zentralamerika kann man nie genug paesse haben.

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San Isidro, Parque Nacional Chiripó

jetzt ab nach san isidro de el general. ein verschlafenes, neben san josé geradezu charmantes kleinstaedtchen. von dort geht die ganze kayak-connection unbekannte reissende gewaesser erkunden (das nennt sich dann first descent).

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zusammen mit anna verbringe ich einen tag wandernd am fusse des chiripó, des hoechsten berges zentralamerikas, durch die unzahligen doerflein die zusammen rivas heissen. wir haben es sehr lustig, die gegend ist wunderschoen und endlich verstehe ich, warum costa rica - abgesehen von den reise- und lebenskosten - als schweiz lateinamerikas bezeichnet wird.

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der kaese ist uebrigens ausgezeichnet. da ihre eltern ausgeflogen sind, nehmen sich die bauernkinder unserer an und erklearen uns alles ganz genau: im regal liegen unten die ganz frischen, oben die wochenlang gelagerten laibe, alles ungekuehlt. anna ist skeptisch. ich kaufe aus der zweitobersten lage - eine gute wahl! zurueck trampen wir mit diversen pickups.

in isidro warten schon ein haufen erschoepfter kayaker und jede menge abschiedsgetraenke: die iren fahren am naechsten morgen zusammen mit greig, einem rundgesichtigen ur-freundlichen schotten, und ferdinand zurueck in die hauptstadt. greig und ferdinand muss ich versprechen, weihnachten vorbeizukommen -
das wird sicher lustig!

Posted by canica 28.11.2006 15:11 Archived in Costa Rica Comments (0)

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Erste Tage in Costa Rica

28 °C
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San Jose

die ersten tage seit meiner ankunft sind nur so verflogen. jetlag und winterstarre sind abgeschuettelt, die reise kann beginnen.

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san jose, die hauptstadt costa ricas, ist von nicht allzugrossem Interesse, wird mich aber wohl noch oefter auf dieser reise sehen. es gibt keine nennenswerten museen, kaum alte bausubstanz, relativ wenig leben auf den strassen, dafuer ein nettes hostel und damit die gelegenheit auszuschlafen, gut zu fruehstucken und den ersten strand in angriff zu nehmen.

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Von Jacó nach Malpais

die pazifikkueste costa ricas hat den ruf fest in amerikanischer hand zu sein - zu recht: hier wird englisch gesprochen, gesurft, viel geld fuer wenig essen ausgegeben; dafuer ist man nicht allein am strand.

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die straende sind sehr, sehr schoen! zwei tage in jaco, dann weiter nach malpais, einem verschlafenen hippie-dorf auf der halbinsel von nicoya; mit der faehre von puntarenas rueber, wueste schotterstrassen, unberechenbare busverbindungen - wer es eilig hat, fliegt direkt in sein luxusresort, alle anderen sind surfer mit viel zeit, die direkt nebendran einem sehr gechillten lifestyle froehnen. da kann man sich durchaus anschliessen. zu surfversuchen kann ich mich noch nicht ganz aufraffen, nachdem ich erstmal so ein brett in einer der reissenden wellen um die ohren gewirbelt bekommen habe. mein konisch in einer imposanten beule zulaufender kopf mag lieber schwimmen, in der haengematte schaukeln, mit surfern plaudern und kalte kokosnuesse schluerfen.

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Posted by canica 24.11.2006 15:02 Archived in Costa Rica Comments (0)

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