A Travellerspoint blog

Pequeña Isla de Maíz

30 °C
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Im Paradies

was macht man eine woche auf einer hoffnungslos entlegenen paradiesischen karibikinsel?

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es gibt keine autos, kein internet, elektrizitaet eher sporadisch, ein telefon fuer alle und im minisuper immer nur gerade das, was sonst noch niemand kaufen wollte.
dafuer weht eine herrliche brise, die straende sind tuerkis und weiss und palmenbestanden, der urwald wimmelt von topfgrossen krebsen und froeschen, es wachsen sternfruechte, bananen und bittergruene orangen und - es gibt einen tauchladen!

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unsere kleine unterkunft, die wir mit murat, unserem voruebergehenden familienmitglied, teilen, ist ein hoelzerne strandhuette mit palmendach und haengematte.

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die ueberaus freundlichen und entspannten inselbewohner sind zum allergroessten teil englischsprechende schwarze, die vor jahrzehnten aus benachbarten kolonien heruebergekommen sind. ihr singsang ist fuer uns schlicht und einfach nicht entzifferbar, so dass wir doch meistens bei meinem spanisch bleiben.

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falls wir uns sorgen gemacht haben, eine woche am strand koenne uns ueberfordern, so werden diese enttaeuscht. irgendwie sind wir (ausser in unserer huette) auch kaum am strand. wir tauchen mit rochen, haien und bunten fischlein in den schoensten korallenriffen, hoeren nicaraguensiche countrymusik, stromern barfuss auf der ganzen insel umher, baumeln in haengematten, winken der untergehenden sonne mit kaltem rum zu und essen tostones, die hier allgegenwaertigen gebratenen bananen, mit herrlichem, taufrischen meeresessen.
wie schnell diese woche dahinsaust!

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Und Abschied

etwas baluaeugig haben wir uns um wirklich gar nichts gekuemmert, was mareiles abreise angeht - irgendwie muss sie nun ganz schnell wieder nach san jose, costa rica.. gluecklicherweise finden wir im chaotisch-stickigen managua, wohin wir schweren herzens zurueckfliegen, ein busunternehmen, das sie innert 8 stunden dorthin bringt, huuuiiii!
ein koestliches abschiedsessen ist uns noch beschieden, dann trennen sich unsere wege: mareile nach san jose-miami-amsterdam-regensburg-brig, ich nach leon.

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Posted by canica 13:28 Archived in Nicaragua Comments (0)

¡Aqui está Granada!

35 °C
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als der wilde pirat und abenteurer william walker, der im 19. jh. mit amerikanischer unterstuetzung versuchte, mittelamerika zu beherrschen, von den nicas gezwungen wurde, seine selbstgewaehlte residenz granada zu raeumen, hinterliess der rachsuechtige kaum mehr als schwelenden schutt und asche, darin ein beruehmt gewordenes schild, here was granada.

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wenn man die stadt heute besucht, ist diese geschichte nicht mehr zu erahnen: nach tagen in den bergen, am meer, auf inseln sind wir wahrlich reif fuer die stadt - und granada ist eine solche. anderes als in den meisten zentralamerikanischen orten gibt es hier unmengen historischer bausubstanz; dicht bebaute strassenzuege, wunderschoene kolonialhaeuser mit gruenschattigen innenhoefen und leuchtendbunten fassaden. strassenachsen muenden in plaetze und parks und kirchen gibt's zu sehen! auf der plaza central ist musik und leben, eiskalte frische fruchtsaefte werden verkauft und fettige wuerzigkeiten, eingeschlagen in bananenblaetter. unter den steinernen arkaden gibt es kaffee, der weder nach milchpulver noch nach nescafe schmeckt.
kurz, zu gegebenem anlass haben sich vor ein paar jahren ein paar nicaraguensische kuenstler zusammengetan und eine plakette aufgestellt mit der inschrift ¡aqui está granada!

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das hostel, in dem wir unterkommen, hat fuenfmeterhohe raeume rund um einen lieblichen patio, in dem ein brunnen plaetschert und haengematten schaukeln. es gibt kalten rum und billiard, leute spielen schach und lesen - waere die stadt nicht so schoen, man koennte den ganzen tag hier verbaumeln.

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stattdessen schlendern wir durch die strassen, erkunden das marktlabyrinth (und dringen dort in untiefen vor, in denen wir beauegt werden, wie fremdartige voegel) und tanzen mal wieder salsa bis tief in die nacht. mareile mag sich noch nicht an all die ungewollte aufmerksamkeit gewoehnen, die ihr seitens der maennerwelt zuteil wird und entwickelt erstaunlich wirksame strategien um sich einmeterfuenfziggrosser tanzanwaerter zu entledigen.

Posted by canica 13:26 Archived in Nicaragua Comments (0)

Zum Geburtstag

35 °C
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nach verschiedenen versuchen, bei kriechender internetverbindung ein kleines filmgruesslein hochzuladen, kommt hier zumindest ein gratulationsfoto:

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alles, alles gute und liebe zum geburtstag, thomas!

Posted by canica 08:30 Archived in Nicaragua Comments (0)

Vulkan(ver)suche II

30 °C
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Volcan Concepción

im suedwesten von nicaragua, etwa eine stunde von san juan del sur, liegt ein ungeheuer grosser suesswassersee, der lago de nicaragua. vor jahrhunderten haben zwei ausbrechende vulkane eine doppelinsel geformt, die nun gekroent durch die zwei scheinbar ruhenden kegel nahe des westlichen seeufers liegt. isla de ometepe ist verschlafen, gruen und fruchtbar und bietet natuerlich die herausforderung des gipfels. wir entscheiden uns fuer den hoeheren, volcán concepción, der sich immerhin gut 1600 meter ueber das seeniveau erhebt.

schon am vorabend ist der gipfel von einem graeulichen wolkenhut verhuellt, dennoch ruesten wir uns optimistisch mit erdnussbutter, zwieback und tunfischkonserven (man wird flexibel ohne migros in der hinterhand) und versuchen morgens um 6 uhr unser glueck. die mehrstuendige und ziemlich steile wanderung fuehrt uns durch satten urwald ueber schwarzsandigen boden und schliesslich jenseits der baumgrenze in feuchtgruene wolkenwiesen. bei etwa 1000 meter ueber see muessen wir aber leider abbrechen; die sturmboeen, die ueber die schmalen felsgrate sausen, reissen nicht nur kletterer in die tiefe, sondern druecken auch die giftigen gase aus dem krater in die bergflanken.
der blick aber aus dem weissen waschkuechennebel durch die immer wieder aufreissenden wolken in die sonnenueberflutete inselebene ist uns mehr als genug entschaedigung fuer den gipfel.

Haialarm

der lago de nicaragua gilt uebrigens als einziges suessgewaesser mit haivorkommen. die geruechte, die sich darum ranken, konnten wir nicht beendend klaeren. am einleuchtendsten schien uns die theorie, nach der eine bestimmte haiart waehrend der ausformung des zentralamerikanischen landmassivs mitsamt den wassermassen des zukuenftigen sees vom meer isoliert wurde und sich mit dem veranderten wasserambiente im laufe eines evolutionsprozesses an die neuen anforderungen angepasst hat.
ein paar nicas erzaehlen mir aber mit aller glaubwuerdigkeit ihrer weitaufgesperrten augen, die weiblichen haie kaemen jedes jahr den rio san juan heraufgeschwommen, um ihre eier im see zu legen, wo die junghaie sich bereits im ei an das suesswasser anpassen und fuerderhin ihr dasein fristen.
wir haben auf ometepe riesenspinnen gefochten, mit feisten schweinen um unser abendessen gerungen, zwischen stieren und knochigen kuehen gebadet - haie sind uns nicht begegnet.

Posted by canica 08:35 Archived in Nicaragua Comments (0)

¡...y un prospero 2007!

32 °C
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nach einer abenteuerlichen 6-busse-tagestour von monteverde ueber die wilde grenze sind wir nun in nicaragua angekommmen. san juan del sur ist ein sehr huebsches fischerstaedtchen am pazifik, das sich gerade mit vollgas in den silvestertaumel wirft.

nach massiven schwierigkeiten, eine unterkunft zu finden (ganz nicaragua kommt zu silvester in ebendiesen ort) nisten wir uns schliesslich im winddurchbrausten hotel estrella ein, zimmer ohne fenster mit klapprigen holzwaenden, dafuer mit blick in den offenen dachstuhl, unzaehligen gelben schaukelstuehlen im uberhohen kuehlen erdgeschoss und einem korridorbalkon, der den blick frei gibt auf die wunderbarsten pazifiksonnenuntergaenge. ist es wirklich fast januar?

ich glaube wir werden gebuehrend feiern.
euch alles, alles gute fuer das neue jahr!

annika

Posted by canica 07:55 Archived in Nicaragua Comments (2)

Nationalwunder in Costa Ricas Norden

23 °C
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Mareile ist da!

am abend des 26. nach einer etwa vierundzwanzigstuendigen reise erstaunlich munter angekommen, laesst sie es sich natuerlich nicht nehemen, erstmal gruendlich in der naechsten bar auf unsere bevorstehende reise anzustossen - es lebe die apero-mentalitaet!
als am folgenden tag mit zwei hilfsbereiten finnen noch mein pass aus malpais hereinschneit, sind wir geruestet: es kann losgehen.

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Best thing to do in Costa Rica oder Spot the Volcano

das tranquilo in san jose ist wahrscheinlich schon der angenehmste aspekt der hauptstadt, doch nach einem tag dort mit pfannekuchen, haengematten und backpacker-vibe ist uns nach mehr aktion zumute. wir machen uns auf nach la fortuna, einem kleinen dorf am fusse des volcán arenal, des aktivsten vulkans zentralamerikas (der welt? so langsam kann ich die lonely-planet-superlative nicht mehr auseinanderhalten).

zwischen weihnachten und neujahr ist es hier natuerlich uberfuellt mit amerikanern und kanadiern und die gesamttonart ist anders als erwartet: die naechtlich besuchten heissen quellen, die wir uns in den wildesten farben ausgemalt haben - laut vertrauenserweckenden quellen das tollste, was ich in ganz costa rica gesehen habe! - entpuppen sich als riesiges touristenspektakel in form eines abenteuerbades mit unerschwinglichen eintrittspreisen, kuenstlich angelegten becken mit zugegebenermassen beeindrucken heissem wasser und zahreichen wasser-bars die zu droehnenden salsa-klaengen klebrig-suesse cocktails ausschenken.

der vielbesungene vulcan, der sich schon waehrend unser vorangegangenen regenwaldtour in dichte wolken gehuellt hat ist leider auch jetzt unsichtbar und bleibt es bis zu unserer abreise. einzig das donnern und droehnen in der ferne, laesst uns erahnen, wie eindrucksvoll die leuchtenden lavastroeme in der dunklen nacht wohl gewesen waeren.

Lara Croft am Tarzanseil

unerschrocken trotz so viel kommerzieller bauernfaengerei stuerzen wir uns am naechsten tag im benachbarten monteverde in das naechste abenteuer: canopy! mit klettergurt an einem buegel befestigt, saust man gut hundert meter ueber dem erdboden durch die baumwipfel des regenwaldes, in den ohren den brausenden fahrtwind und das geschrei der bruellaffen, um uns weisser dampf und goldene nachmittagssonne. ein unglaubliches gefuehl!
die strecke setzt sich aus mehreren seilfahrten zusammen und ist ingesamt ca. 15 kilometer lang, von denen wir jeden einzelnen meter geniessen. zum kroenenden abschluss duerfen sich die mutigen an einem seil in die tiefe stuerzen und quer uber eine lichtung meterweit ueber die baumkronen schaukeln. ob wir mutig sind? natuerlich.

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monteverde selbst ist ebenfalls gut ausgebaut und dicht besucht aber charmanter als la fortuna. am abend stuerzen wir uns ins lokale nachtleben und tanzen unermuedlich salsa, raggaton und merengue mit den unzaehligen lokalen mountain-, canopy- und volcano-guides - die einzige moeglichkeit den sich immer wiederholenden fragen ¿hablas español? ¿de donde eres? ¿que haces aqui? zu entfliehen.

Posted by canica 12:12 Archived in Costa Rica Comments (0)

¡Feliz Navidad!

26 °C
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froehliche weihnachten und festliche wintertage wuensche ich euch aus dem fernen mittelamerika!!

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heute frueh noch mit den fuessen in der karibik, bin ich inzwischen zurueck in san jose, costa rica, wo es zwar etwas kuehler ist, trotzdem keine rechte weihnachtsttimmung aufkommen will. glitzerdekoration und kunstschnee werden von palmen und gleissender sonne luegen gestraft und etwa ein drittel der backpacker sind ja traditionellerweise ohnehin israelis, die heute keine sentimentalen gefuehle entwickeln.

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ueberall auf den strassen laeuft weihnachts-salsa, hey chiquita, heute ist weihnachten, lass uns tanzen bis zum morgengrauen - zucker - beweg deine hueften, wir feiern die ganze nacht!

auf der busfahrt von bocas/changuinola hierher hoere ich auf meinem i-pod hartnaeckig das weihnachtsoratorium teil I-III - bin halt doch ein kulturspiesser.

Posted by canica 15:53 Archived in Costa Rica Comments (0)

Bocas del Toro

34 °C
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Posted by canica 15:51 Archived in Panama Comments (0)

Der Berg ruft - Abkuehlen in Boquete

27 °C
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Wandertage

als ich nach der wilden bootsfahrt nach portobelo, chickenbus nach panama-city, nachtbus nach david, umsteigen auf weiteren chickenbus nach boquete schliesslich morgens um 8 in den bergen ankomme, erscheint mir alles unwahrscheinlich traumartig. es ist kaum zu glauben, dass ich nur wenige kilometer gereist bin, um hierher zu kommen. boquete in den bergen von chirriqui ist eine wunderbare abwechslung von der tropischen hitze und feuchtigkeit der kueste. die luft ist klar und kuehl, die sonne so strahlend hell; lieblich ist das dorf in sattgruene huegel gebettet, rundherum wachsen nadelbaueme und dichter zauberhafter wolkenwald (bosque nubioso - cloud forest, wie nennt sich der auf deutsch..?) ueber allem wacht der volcan barú, seit langem inaktiv, dennoch gibt es in der umgebung viele schwefelbecken und heisse quellen, die anlass bieten zu herrlichen spaziergaengen und wanderungen.

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den schoensten ausflug mache ich mit irit, einer israeli, eine tageswanderung durch den urwald, ueber den sendero los quetzales von punta cerro nach boquete. auch wenn wir nicht das glueck haben, einen dieser bunten, federwundrigen quetzales zu sehen, und irit ein durchschnittliches reisetempo von 2 kmh an den tag legt (drei jahre militaer fuer nichts und wieder nichts), ist die wanderung herrlich. am pass auf 2800 metern treffen wir auf bente, eine deutsche voluntarierin, die hier auf die baeumchen aufpasst. die letzten kilometere stolpern wir im stockfinstern, treffen schliesslich auf einen pickup, der uns die letzten kilometer erspart.

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das hostel, in dem ich abgestiegen bin, wird von einem sehr netten panameño betrieben, lucho, mit dem und dessen freunden ich die abende hier verbringe; der freundeskreis setzt sich zusammen aus locals, haengenbebliebenen reisenden und auslaendern, die seit langem hier wohnen - im wesentlichen amerikaner - und irgendwie ihrem leben nachgehen. spanisch bis zum umfallen, wie immer allgemeines gelaechter ueber meinen mexikanischen akzent, viel rum und salsa.

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nach einer woche im kuna-land erstaunen mich natuerlich auch die hieseigen indigenas die ngobe-bucle. sie bilden hier eindeutig die unterschicht und leben ihr voellig eigenes dasein zwischen all den anderen panameños und unzaehligen expats. beruehrungspunkte gibt es quasi nicht. meinem eindruck nach pflegen sie eine deutlich machodominiertes leben. staendig sieht man stockbesoffene maenner mit zugeschwollenen augen, die in grueppchen herumstehend auf der strasse herumbruellen, frauen mit kindern hinter sich herschleifen - der unterschied zu den kuna koennte kaum groesser sein. lucho erklaert mir, dass es zu ihren braeuchen gehoert, sich an wochenenden haltlos zu betrinken und dann kaempfe um ehre und frauen auszutragen. tatsaechlich sehen wir eines abends auf dem heimweg grosse menschentrauben vor der einschlaegigen dorfkantina herumstehen - eine szene wie aus fight club: mehrere paare ringender maenner, nackter oberkoerper, blutend ineinander verkeilt. die umstehenden, teilweise auch freuen wanken gebannt aber schweigend mit kaempfenden hin und her. rundherum liegen gestalten wie erschlagen auf dem boden, teils umsorgt von frauen oder freunden, teils allein. es ist ein ziemlich gespenstischer anblick.

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Posted by canica 15:49 Archived in Panama Comments (0)

Weltarchitektur in Portobelo

31 °C
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Unverhofft kommt oft

eigentlich wollte ich mir auf dem weg nach panama-city die festungsruinen von portobelo anschauen, die zu den aeltesten des kontionents gehoeren und ueber jahrhunderte den englischen piraten getrotzt haben. viel beindruckender als die klotzig-moosigen gemaeuer finde ich dann aber dieses gebaeude - ein wunderschoenes, deutlich renaissence-inspiriertes schatzhaus, durch das im laufe der zeit ein drittel des gesamten spanischen goldes geflossen ist. ich finde, es strotzt vor kraft und geschmeidigkeit.

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Posted by canica 15:39 Archived in Panama Comments (0)

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